Methan-Fänger

  • Unterstützer*innen

    18

  • Finanziert

    4.300 €

  • Etappenziel

    12.000 €

  • Restdauer

    26 Tage

Mehrwert für die Umwelt

Das Projekt schützt oder verbessert die Bereiche…

Mensch

Boden, Wasser, Luft

Klima

Tier und Pflanzen

biologische Vielfalt

Sach- und Kulturgüter

Energie und Ressourceneinsatz

Verwendete Ressourcen

Die verwendeten Ressourcen sind…

grün hergestellt

öko-zertifiziert

fair gehandelt

regional bezogen

sparsam eingesetzt

recycelt, upcycled

erneuerbar (z.B. Energie)

Diese Selbsteinschätzung durch den Projektinhaber/die Projektinhaberin dient als Entscheidungshilfe für die Crowd. Nicht alle Kriterien müssen dabei erfüllt, aber sämtliche Alternativen in Erwägung gezogen werden.

Zusammenfassung

In Kolumbien bauen wir die erste landwirtschaftliche Biogasanlage. Sie wandelt Bioabfall und Tierfäkalien in Biogas und Dünger um. Aus klimaschädlichem Methan wird erneuerbare Energie. Um den Bau abschließen zu können, brauchen wir Eure Unterstützung.

Beschreibung

Im Dezember 2023 haben wir mit dem Bau der ersten landwirtschaftlichen Biogasanlage Kolumbiens begonnen. Sie steht auf dem Gelände der Berufsschule SENA, nahe der Stadt Buga. Diese Pilotanlage löst ein großes Müllproblem. Sie wandelt Tierfäkalien und organische Abfälle in Biogas und Dünger um. Außerdem erzeugen wir grünen Strom und fangen gleichzeitig auch noch das klimaschädliche Methan ein. Diese Pilotanlage könnte mit eurer Hilfe der Startschuss für eine kleine Agrarrevolution in Kolumbien sein.

Mit eurer Unterstützung wollen wir sicherstellen, dass wir die notwendigen Bauarbeiten so weit vorantreiben können, um die Technik anzuschließen und die Anlage sukzessive in Betrieb zu nehmen.

Wir machen die Vergärung als Schlüsselelement nutzbar, um die organischen Wertstoffe in den Naturhaushalt zurückzuführen. Der Nährstoff-Kreislauf wird geschlossen. Betriebe aus der Umgebung liefern die Fäkalien ihrer Tiere an die Biogasanlage. Verbände von örtlichen Recyclern liefern städtischen Biomüll. Das Gärgut, was die Anlage produziert, geht als natürlicher Dünger zurück in die Landwirtschaft. So entsteht eine Kreislaufwirtschaft, ohne die der Planet nicht überleben kann.

Methan entsteht bei offener Vergärung der Biomasse, z.B. auf Mülldeponien. In der Atmosphäre würde das Gas einen erheblichen Beitrag zum Treibhauseffekt leisten und das Klima schädigen (Methan ist 26-mal schädlicher als Kohlendioxid). Mit dem eingefangenen, sehr energiereichen Gas erzeugen wir Ökostrom. Eingespeist in das Netz, ersetzt er Strom aus fossilen Trägern. CO2-Emissionen werden vermieden.

Die Biogasanlage wirkt mehrfach:

  1. Sie fängt klimaschädliches Methan ein, das die Biomasse bei wilder Fermentation freisetzen würde
  2. Sie produziert grünen Strom, vermeidet CO2-Emissionen
  3. Sie schließt den Nährstoffkreislauf, ersetzt Kunstdünger durch Biodünger
  4. Sie schafft Arbeitsplätze und fördert den sozialen Ausgleich
  5. Sie schafft Technologie-Transfer
  6. Wir bilden vor Ort Fachpersonal aus, das es bisher im Land nicht gibt

Wofür wird das eingesammelte Geld eingesetzt?

20.000 € Personalkosten für sechsköpfiges Bauteam über sechs Monate
15.000 € Anschaffung und Installation der gesamten Verrohrung für Verteilung von Biogas und Gärgut
18.000 € Errichtung eines umfassenden Ringankers zur Halterung der Biogasplane
12.000 € Auskleidung der Baugrube mit Beton

Das Projekt entwickeln wir seit 2018. Von den geschätzten 250.000 Euro Investitionskosten für die Erstanlage sind bereits 120.000 Euro durch Eigenmittel finanziert. Wesentliche Anlagentechnik wurde in Deutschland angeschafft und steht nun am Standort in Kolumbien zur Verfügung. Am 11. Dezember 2023 haben wir mit dem Bau begonnen. Der Finanzierungsbedarf, um die Anlage fertig zu stellen, liegt aktuell bei rund 130.000 Euro.

Take us half way..

Mit dem Kampagnenziel von 50% der noch ausstehenden Finanzierungssumme durch die Ecocrowd, also 65.000 Euro, wollen wir die Bauarbeiten (civil works) vor der nächsten Regenzeit abschließen: Unser wichtigstes Etappenziel. Dann, nach Erreichen der Halbzeit, können wir anfangen, gemeinsam mit der Schüler- und Lehrerschaft der Berufsschule SENA die Maschinentechnik zu installieren und die Inbetriebnahme vorzubereiten. Wenn der Eingesammelte Betrag das aufgerufenen Kampagnenziel übersteigt, werden die Mittel für die weitere Projektimplementierung eingesetzt. Falls wir das Kampagnenziel nicht erreichen, werden alle Mittel eingesetzt, die wir bis dahin erhalten haben. Wir werden euch alle vier Monate über den Baufortschritt und die Verwendung der Mittel informieren.

Helft uns, das Rad der Kreislaufwirtschaft in einem besonders schönen Teil Kolumbiens zum Drehen zu bringen. Wenn die Erstanlage einmal läuft, wird es viel einfacher sein, diese Idee auf das ganze Land auszuweiten.

And get half price..

Mit unserer Aktion „Half Way – Half Price“ könnt ihr im Gegenzug zu eurem Spendenanteil einen 50%-igen Rabatt in unserem Hotel geltend machen. Das Hotel „AUEN – Posada Andina“ ist unser Vorgänger-Projekt, das mittlerweile in Betrieb gegangen ist. Hier könnt ihr mehr erfahren: https://auen.com.co/

Warum ist das Projekt ein EcoCrowd Projekt?

Die sachgerechte Behandlung organischer Abfälle spielt global eine immer wichtigere Rolle. Offen abgelagerter Biomüll und Tierfäkalien aus der Landwirtschaft tragen durch die wilde Vergärung mit erheblichen Methan-Emissionen zum Klimawandel bei. Zudem gehen durch die Anwendung eines linearen Wirtschaftsmodells (Wegwerf-Wirtschaft) global täglich wichtige und nur begrenzt verfügbare Düngestoffe verloren.

Quelle: Lexikon der Fernerkundung, Karte der Weltweiten Verteilung von Methan, gemittelt 2002 bis 2011

Mehr als in unseren Breiten spielt dieser Aspekt besonders im globalen Süden eine erhebliche Rolle, wo die Abfälle eines Großteils der Weltbevölkerung in offenen Deponien abgekippt werden und die organischen Anteile dort offen vergären. Wiederverwertungstechniken, wie sie in Industriestaaten angewendet werden, sind oftmals zu teuer und rentieren sich nicht. So kommen technische Ansätze, die im entwickelten Teil der Welt als Maßstab gelten, für 80% der Weltbevölkerung nicht zur Anwendung.

Mit der Anlage wollen wir einen Präzedenzfall schaffen und anhand dieses Praxisbeispiels zeigen, was es braucht, eine großflächige Vermeidung wilder Methan-Emissionen durch eine gezielte Behandlung organischer Abfälle und Tierfäkalien umzusetzen.

Mit dem Fokus auf die Kreislaufwirtschaft generieren wir zweifachen Mehrwert. Zum einen erschließen wir durch das „Methan-Fangen“ eine erneuerbare Energiequelle (Biogas). Zum anderen stellen wir die Pflanzennährstoffe aus der Biomasse wieder für die Landwirtschaft zur Verfügung (Biodünger). Mit SENA als öffentlichem Partner haben wir eine Berufsschule an der Seite, was uns ermöglicht, Multiplikatoren für das Thema zu schaffen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Hinter dem Projekt steckt eine Kooperation zwischen meiner Firma HANKE Umweltservices, die ich speziell für den Bau der hiesigen Biogasanlage in Kolumbien gegründet habe, und der staatlichen Berufsschule SENA.


Ich, Tobias Hanke, bin Ingenieur aus Hamburg mit zwanzig Jahren Berufserfahrung in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit – Schwerpunkt Wasser, Abwasser und Ressourcenmanagement. Im Auftrag der KFW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bin ich aktuell als Technischer Sachverständiger in der Projektentwicklung, Umsetzung und Projektprüfung von großtechnischen Anlagen der Wasserversorgung und der Abwasser-Entsorgung in Peru und Kolumbien tätig (Klärwerke, Trinkwasserwerke, Ver- und Entsorgungsnetze, etc.). Nach vielen Jahren Arbeit in diversen Projekten in der Welt bin ich im Jahre 2014 mit meiner Familie nach Kolumbien ausgewandert, um mich zentral in der Region niederzulassen und Entwicklungsthemen vor Ort konzentriert voranzutreiben. Im Valle del Cauca sind wir auf eine Finca in der Nähe der Stadt Buga gezogen.

Schon bei der Ankunft wurde mir klar, dass es einen großen Bedarf und großes Potential im Bereich Biomasse in dem Tropenland gibt. 2015 habe ich daher den örtlichen Ableger der staatlichen Berufsschule SENA angesteuert. Im November 2021 haben wir die Zusammenarbeitserklärung für das Biomasseprojekt auf Landesebene unterschrieben und Ende 2023 noch einmal erneuert. Aus Sicht des SENA ist das Vorhaben von großer Bedeutung. Vergleichbare Projekte gibt es im Land nicht. Mit dem Piloten nimmt die Institution eine Vorreiterrolle ein. Diese positive Aufbruchstimmung ist im ganzen Team zu spüren.


Wir versorgen die Zukunft, weil ...

wir grünen Strom und Biodünger aus organischen Abfällen produzieren und dabei Methanemissionen reduzieren.

Martin Grepmeier

Muenchen, DE

Julia Starken

Hamburg, DE

Erich Pick

Hamburg, DE

Rainer Zöller

Waldbüttelbrunn, DE

Robert Haarmeyer

Dublin 5, IE

Es gibt weitere 13 anonyme Unterstützungen.

Es gibt noch keinen Neuigkeiten für das Projekt.