Nevita – Krankenhaus im Koffer-Format

  • Etappe

    1/8

  • Unterstützer

    20

  • unterstützt

    1.001 €

  • Restdauer

    16 Tage

Mehrwert für die Umwelt

Das Projekt schützt oder verbessert die Bereiche...

Mensch

Boden, Wasser, Luft

Klima

Tier und Pflanzen

biologische Vielfalt

Sach- und Kulturgüter

Energie und Ressourceneinsatz

Verwendete Ressourcen

Die verwendeten Ressourcen sind...

grün hergestellt

öko-zertifiziert

fair gehandelt

regional bezogen

sparsam eingesetzt

recycelt, upcycled

erneuerbar (z.B. Energie)

Diese Selbsteinschätzung durch den Projektinhaber dient als Entscheidungshilfe für die Crowd. Nicht alle Kriterien müssen dabei erfüllt, aber sämtliche Alternativen in Erwägung gezogen werden.

Kurzinfo

Wir wenden uns an Sie, um die Entwicklung gegen Infektionserkrankungen und Müttersterblichkeit voranzutreiben und möglichst viele unserer Telemedizin-Systeme an die Orte zu bringen, die es am meisten benötigen – wie die Access Care Clinic in Buea.

Beschreibung

Ein Grundproblem in vielen Regionen der Welt ist, dass es sehr viele kranke Menschen, aber nur wenig Ärzte gibt. Dazu gelangen Pflegekräfte oder Gesundheitspersonal immer wieder vor medizinisch komplexe Situationen, welche sie ohne Hilfe nicht beurteilen können. In diesen Situationen ist es besonders wichtig Risikosituationen entsprechend zu erkennen und weiteres Vorgehen vorzuschlagen. Um diese Probleme zu lösen haben wir den Nevita, ein mobiles telemedizinisches System mit Entscheidungsunterstützung, entwickelt. Mit dessen Hilfe können Symptome, Diagnosen und Vitalparameter live und Vorort analysiert werden, wodurch der Anwender automatisiert Informationen und Hinweise darüber bekommt, ob bei dem Patienten aktuell eine Notfallsituation vorliegt bzw. inwiefern dringender Handlungsbedarf besteht.

Ein wichtiges Anwendungsfeld unseres Systems ist dabei die Reduzierung der Müttersterblichkeit in der Sub-Sahara Region.

In Deutschland sterben im Vergleich auf 100.000 Lebendgeburten 3 Frauen (3 MMR), in Kamerun sind es über 560 (560MMR). Damit sind die Todesfälle um mehr als ein Hundertfaches erhöht. [Quelle] Dazu kommen die Umstände einer aufsuchenden Versorgung (Hausbesuche), spät erkannte Risikoschwangerschaften und der Umstand, dass es in den ländlichen Regionen keine adäquate medizinische Dokumentation existent ist.

Werden medizinische Helfer zu Schwangeren gerufen, die Hilfe bedürfen, dann besitzt das medizinische Personal vor Ort nicht immer die nötigen Ressourcen oder auch Know-How, um eine schnelle Entscheidung treffen zu können .

Ein ähnlich großes Problem sind Infektionserkrankungen wie Malaria , hier gehen von 5.440.000 Fällen im Jahr rund 8.000 tödlich aus. [Quelle] Auch Thypus, Gelbfieber oder sexuell übertragbare Krankheiten gehören dieser Problematik an.

Hier setzten wir von Nevita Systems mit unserem Telemedizin-System an:

  1. einfache, anpassbare, standardisierte Datenaufnahme mittels verschiedener Sensoren (EKG, Puls, Sauerstoffsättigung, Blutdruck u.v.m.) sowie die Eingabe von Patienteninformationen über Vorerkrankungen und aktuelle Symptome, die mittels Barcode-Readers von leicht anpassbaren Barcode-Tabellen eingelesen werden können.
  2. medizinisches Personal erhält über die sofortige Auswertung aller erfassten Daten eine Priorisierung der Patienten über das neuartige Triagierungssystem. Das System bewertet die Symptom- und Datenkombination bezüglich der Dringlichkeit und gibt Empfehlungen auf weitere medizinische Maßnahmen.
  3. jedes System ist mit einem GPS-Modul ausgestattet, so werden Bewegung des Systems aufzeichnet, wodurch eine ausführliche Analyse der Versorgungssituation durchgeführt werden können.

Das System ist modular aufgebaut und bietet somit eine Vielzahl von Vorteilen für den Einsatz in Entwicklungs- und Schwellenländer, in denen ein Arzt nicht immer sofort verfügbar ist:

  • Modular: Soft- und Hardwarekomponenten sind flexibel austausch- und erweiterbar. Die Sensoren können je nach Bedarf angeschafft, bzw. bei Defekt ausgetauscht werden.
  • Triagierung: Erfasste Patienteninformationen (Anamnese, Symptome und Diagnosen) und Vitalparameter werden verarbeitet und ausgewertet. Der Nutzer erhält eine Einschätzung zur Dringlichkeit des Gesundheitszustandes sowie weitere Empfehlungen für die medizinische Versorgung (Entscheidungsunterstützung).
  • Geoinformationsdaten: In Verbindung mit Verbrauchsmaterialien oder Medikamenten wird eine bessere Ressourcenallokation möglich. Weiterhin können Epidemie Hotspots und deren Verlauf analysiert werden.
  • Duale Nutzung: Das System kann sowohl zur mobilen Versorgung verwendet sowie als ambulanter und stationärer medizinischer Arbeitsplatz ausgeliefert werden.
  • Energieeffizient: Low-energy Komponenten sowie auf den individuellen Bedarf angepasste Komponenten. Photovoltaikmodule machen das System darüber hinaus autark von herkömmlichen Energiequellen und zugleich ökologisch nachhaltig.
  • Preiswert: Die Verwendung von low-cost Komponenten sowie die Modulbauweise macht den Nevita kostengünstig.
  • Einfachheit: Die Bedienung ist intuitiv und muss nicht durch einen Arzt erfolgen.
  • Dateneingabe: Standardisierte Dateneingabe über flexibel anpassbare Barcodelisten, somit werden fehleranfällige Eingaben über die Tastatur minimiert.

Wofür wird das eingesammelte Geld eingesetzt?

50.000 € Mit 50.000 Euro können wir die gesamte Access Care Clinic mobil sowie ambulant ausstatten
44.500 € Ein weiteres mobiles System
39.000 € Ein weiteres stationäres System
33.500 € Ein weiteres mobiles System
28.000 € Ein stationäres System
22.500 € Rollout, Implementierung und Schulung
17.500 € Ein mobiles System + Serversystem
10.000 € Mit 10.000 Euro können wir Anpassungen an die Bedürfnisse Vor-Ort in vornehmen

Mit 50.000 Euro können wir die gesamte Access Care Clinic mobil sowie ambulant ausstatten.

  • Anpassung des Telemedizin-Systems= 10.000 €
    • Basierend auf unserer durchgeführten Analyse vor Ort in Kamerun, im November 2017, entwickeln wir ein für die dortigen Gegebenheiten und Bedürfnissen angepasstes Konzept.
    • Weiterhin nehmen wir die entsprechen Anpassungen am System vor und desginen die Software für Kamerun.
  • 6 Systeme sowie eine Servereinheit = 35.000 €
    • Um die Access Care Clinic vollständig auszustatten werden drei mobile Telemedizin-Systeme sowie drei stationäre Arbeitsplätze benötigt. Die Servereinheit dient der sicheren Datenhaltung, Verschlüsselung und redundanten Sicherung der Daten auf jedes Koffersystem sowie der Datenauswertung.
  • Rollout, Implementierung und Schulung = 5.000 €
    • Die erfolgreich gefundeten Systeme werden von uns persönlich vor Ort installiert und getestet. Zusätzlich schulen wir das Personal im Umgang mit dem System und gehen auf individuelle Fragen ein.

Warum ist das Projekt ein EcoCrowd Projekt?

Durch den Einsatz von Photovoltaikmodulen wird das System autark gegenüber herkömmlichen Energiequellen und ist ökologisch nachhaltig. Es ist so konzipiert, dass es nur wenig Strom verbraucht und somit ökonomisch nachhaltig ist. Die ökonomische Nachhaltigkeit wird auch dadurch unterstützt, dass alle Komponenten austausch- und erweiterbar sind, somit können sie bei Defekt einfach einzeln ersetzt werden.

Da gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern Müttersterblichkeit und Infektionserkrankungen hoch sind, die Arztdichte vor Ort aber gering ist, wird mit dem Nevita Krankenschwestern oder „Medical Street Workern“ eine kostengünstige mobile medizinische Infrastruktur an die Hand gegeben, mit der relevante Biosignale direkt am Patienten aufgenommen, gespeichert und analysiert werden können. Dadurch wird die medizinische Versorgung vor Ort stark verbessert.

Wer steht hinter dem Projekt?

Marius Liefold, M.Sc., Dennis Wagner, M.Sc, Alexander Pokraka, B.Sc und Prof. Dr. med. Thomas Schrader bilden das Kernteam und entwickeln gemeinsam, unterstützt von weiteren Partnern sowie Studenten (der THB) das Telemedizin-System, unter anderem im Rahmen eines, durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten, Programms das System immer weiter. Im erweiterten Team stehen zudem Kompetenzen in Gynäkologie, Gesundheitsmanagement sowie Pflegerische Expertise, Maschinenbau, Technologie und Innovationsmanagement, eHealth und Betriebswirtschaftslehre zur Verfügung.

Dem Team ist es wichtig, mittels moderner Technologien Lücken in der medizinischen Versorgung, in ländlichen Regionen und vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländer zu schließen.  Zudem unterscheidet sich die Umsetzung sehr davon, eine Idee nicht am grünen Tisch zu entwickeln, sondern mit Hilfe von Partnern vor Ort und Hand in Hand die Entwicklung individuell angepasster Lösungen zu realisieren.

Wir Nevita die Zukunft, weil...

wir der Meinung sind, dass medizinische Versorgung nicht ein Privileg der Industriestaaten sein darf.

Gast

Beelitz, DE

anonym

anonym

anonym

anonym

anonym

Gast

Leipzig, DE

Gast

Brandenburg, DE

anonym

Gast

Brandenburg, DE

anonym

Gast

Halle (Saale), DE

azplanlos

Aschaffenburg, DE

Gast

Celle, DE

Gast

Brandenburg, DE

anonym

Gast

Brandenburg an der Havel, DE

anonym

anonym

Karin Schmidt

Berlin, DE

  • Dennis Wagner
    Aktualisierung #10: Nevita – Krankenhaus im Koffer-Format
    2017-12-18

    Nevita im Detail: Heute der smarte Barcodescanner


    Im März 2017, damals noch unter dem Projektnamen mTriage+, waren wir mit dem Koffer auf der CEBIT in Hannover unterwegs.

    Dort interviewte uns Jan Rähm, ein Journalist des Deutschlandfunks, bezüglich unseres Systems. Besonders interessant fand er dabei das Konzept des Barcodescanners.

    Aber hört doch selbst einfach mal rein: https://www.youtube.com/watch?v=47xOs8ZjmUA&feature=youtu.be

  • Dennis Wagner
    Aktualisierung #9: Nevita – Krankenhaus im Koffer-Format
    2017-12-18

    Throwback Thursday: Einsatzstiefel, Insektenspray und zwei Nevita-Systeme im Gepäck

    April 2016 – das große Indienabenteuer konnte beginnen. Unser Ziel war es die beiden Nevitasysteme erfolgreich in die medizinischen Versorgungsprozesse der Samhathi- Hilfe für Indien e.V. zu integrieren.

    40 Grad im Schatten und 80% Luftfeuchtigkeit waren ideal, um das System unter schwierigen Umweltbedingungen zu testen – jedoch schrieben sich die Codezeilen schwitzend unter der leichten Brise des Deckenventilators, der durch zahlreiche Stromausfälle nicht dauerhaft für Kälte sorgte, sehr müßig.

    Marius, gute 1,91 m groß, betreute das medizinische Personal, vorrangig Medical Street Worker, während ihrer täglichen Routine bei der Arbeit mit dem System. So ging es in einem, für ihn gefühlt Matchbox-großem Auto, jeden Morgen zu diversen Wellblechhüttensiedlungen.

    Am Ende entstand gerade durch diese enge Zusammenarbeit eine intrinsische Motivation bei den Medical Street Workern im Umgang mit dem System. Dabei wurden selbst Unwegsamkeiten zu Erfolgsstorys.
    Regina ist Inderin, Mitte 40, hat in ihrem ganzen Leben noch nie einen Computer bedient und sollte fortan mit dem System arbeiten. Dieser äußerst schlechten Ausgangssituation zum Trotz, hat sie sehr schnell den Mehrwert für Ihre eigene Arbeit erkannt. Es konnten Risikosituationen detektiert werden, welche ohne die mobile Unterstützung nicht erkannt worden wären.

    Letztendlich ging es nun mit viel Tatendrang, gestärkter Motivation und besonderen Erfahrungen zurück in die Heimat, um an neuen Zielen, vor allem der Weiterentwicklung des Konzepts und der Firmengründung, zu arbeiten.  

  • Dennis Wagner
    Aktualisierung #8: Nevita – Krankenhaus im Koffer-Format
    2017-12-18

    Zum heutigen Mittwoch stellen wir Euch wieder eins unserer  Gründungsmitglieder vor. Dieses Mal mit Marius Liefold.

    Stell dich doch mal kurz vor!
    Mein Name ist Marius Liefold, ich bin Gründer und Geschäftsführer von Nevita Systems. Vor dem Studium zum Medizininformatiker an der THB, hatte ich bereits eine Ausbildung zum Zahntechniker absolviert sowie meine erste Firma gegründet, allerdings in einem völlig anderen Bereich.
    In dieser Zeit hatte ich verschiedene Jobs,  und habe diverse Dinge ausprobiert, bevor ich das Richtige für mich gefunden habe und nun auch Montagmorgen nicht das Gefühl zur Arbeit gehen zu müssen.

    Was ist deine Aufgabe bei Nevita Systems?

    Als Geschäftsführer oder CEO bin ich Hauptverantwortlicher für Organisation und Management. Neben diesen Aufgaben kümmere ich mich um das Networking und die Präsentation unserer Unternehmung nach außen durch Vorträge, Workshops oder mehr oder minder klassische Pitches. Zudem betreue ich Studenten die bei uns Praktika durchführen oder ihre Bachelor-/Masterarbeit schreiben.

    Was machst du, wenn du nicht an Nevita arbeitest?
    Außerhalb von Nevita ist tatsächlich innerhalb von Nevita. Es fängt mit monatlichen teambildenden Maßnahmen an und endet in den abendlichen Runden mit Kaltgetränk, die es auch davor waren.
    Zudem engagiere ich mich als Gründungsmitglied und Vizepräsident von Rotaract Brandenburg/Havel. Hier organisieren wir beispielsweise Benefizveranstaltungen in Form von sportlichen Inszenierungen, Konzerten, Wettkämpfen und vieles mehr.
    Losgelöst davon fahre ich gern ins Ausland und tue auch ganz gern mal rein gar nichts :).

    Kannst du euren Weg beschreiben, nach dem ihr die erste Idee umgesetzt hattet und euch für eine Unternehmung entschlossen habt?
    Nach den ersten Erfolgen in der Entwicklung sowie in Kamerun reifte die innere Motivation für die Überführung in ein Produkt. Danach ging es gedanklich recht schnell: Wo bekommen wir die finanziellen Mittel her? Können wir die Manpower halten? Welche regulatorischen Schritte sind notwendig? Wo werden wir uns niederlassen und erhalten entsprechende Unterstützung? Allerdings begannen bereits dort die ersten, sehr typischen, unternehmerischen Probleme. Neben Dennis und mir war es mehr als schwer Personen zu finden, die anfangs in ihrer Freizeit bereit waren an dieser Vision zu arbeiten.
    Unterstützt wurden wir dann besonders von der Technischen Hochschule Brandenburg und ihren Zentren, aber auch durch den Fachbereich für Informatik und Medien.
    Über die Weiterentwicklung des Systems, das Schreiben von Publikationen, dem Präsentieren auf verschiedenen Kongressen und Messeauftritte, wie auf der Telematik oder Medica, folgten mehrere Preise und Fördermaßnahmen wie beispielsweise „Innovation braucht Mut“ oder „EXIST“. Das Team wuchs und wir waren in der Lage weitere Rollouts durchzuführen und Kooperationen zu schließen.

    Wer ist die Zielgruppe von Nevita?
    Wir haben ein Drei-Phasen-Modell, welches als erstes Entwicklungs- und Schwellenländer zum Ziel hat. In nächster Instanz Industrieländer wie Deutschland, hier sind wir beispielsweise aktuell dabei ein Projekt mit der städtischen Feuerwehr aufzusetzen. Als letztes möchten wir den „Konsummarkt“ bedienen, da wir schon häufiger die Frage bekommen haben, ob es möglich wäre, sich eine spezielle Ausführung im eigenen Heim anzuschaffen. Auch öffentliche Einrichtungen oder Einkaufzentren könnten mit einem Notfallkoffer ausgestattet werden, ähnlich wie mit dem Defibrillator.

  • Dennis Wagner
    Aktualisierung #7: Nevita – Krankenhaus im Koffer-Format
    2017-12-18

    Heute ist Afrikatag!

    Um die medizinische Versorgung in Afrika (Kamerun: 0,083 Ärzte pro 1.000 Einwohner) zu verbessern, bedarf es neuen telemedizinischen Lösungen. Wir haben mit Nevita ein innovatives Telemedizinsystem entwickelt, welches mit intelligenter Entscheidungsunterstützung medizinisches Personal bei der Gesundheitsversorgung unterstützt und die Ressource Arzt schont.

    Wir von Nevita Systems sind der Meinung, dass medizinische Versorgung nicht ein Privileg der Industriestaaten sein darf.

  • Dennis Wagner
    Aktualisierung #7: Nevita – Krankenhaus im Koffer-Format
    2017-12-18

    Nevita Gründer im Profil

    Stell dich doch mal kurz vor!
    Ich bin Alexander Pokraka, CSO und Entwickler bei Nevita Systems. Durch meine 4-jährige Tätigkeit als Rettungsschwimmer habe ich erste Erfahrungen und Wissen im Bereich Medizin sammeln können. Da des Weiteren seit meiner Jugend eine Vorliebe zur IT bestand, entschied ich mich 2012 für ein Studium an der Technischen Hochschule Brandenburg im Bereich der Medizininformatik.

    Was ist deine Aufgabe bei Nevita Systems?

    Als Administrator verwalte ich die Systeme, die wir für interne als auch für die externe Kommunikation benötigen.
    Weiterhin entwickle ich die Weboberflächen für unsere Produkte – Django ist hier mein Lieblingsframework geworden. Zudem bin ich für die Umsetzung unserer 3D Druckelemente verantwortlich. Hier modelliere ich selbst bzw. kontrolliere Modelle auf Fehler und bereinige diese.  In meiner Abschlussarbeit habe ich den Small Size Server Cube (SSSC) entwickelt. Der SSSC ist ein Backup-Server, welcher alle Daten des Telemedizinsystems Nevita vereint, speichert und für statistische Erhebungen verfügbar macht.

    Was machst du, wenn du nicht an Nevita arbeitest?
    Eine Unterscheidung zwischen „Arbeit und Freizeit“ gibt es bei uns im Team nicht. Wir machen vieles gemeinsam, dabei entstehen dann schonmal die besten Ideen – auch wenn man im Kletterpark 10m über dem Boden schwebt.
    Wenn ich nicht bei Nevita Systems arbeite, studiere ich an der Technischen Hochschule Brandenburg. Dort besuche ich derzeit den Master in Informatik mit den Schwerpunkten Security und Forensic. Hier geht es unter anderem um die Datensicherung, Tests von Hacking Tools zur Sicherung des eigenen Netzes oder Software sowie die Abwehr aus dem Netz. Diese Dinge spielen auch im medizinischen Bereich eine sehr entscheidende Rolle.
    Wenn ich dann noch Freizeit habe, widme ich mich meinen eigenen Projekten.

    Wo sitzt Ihr und warum habt Ihr euch für diesen Standort entschieden?
    Durch die Verbundenheit zu unserer Heimatstadt Brandenburg an der Havel und der Technischen Hochschule fiel uns die Wahl des Standortes nicht schwer, zumal wir uns die Stärkung der Region und der Stadt auf die Fahne geschrieben haben. Besonders da sich Brandenburg an der Havel immer mehr zum medizinischen Innovationsstandort entwickelt. Ein weiteres Plus unserer Heimat ist die gute Anbindung zu Berlin, als Hotspot von innovativen Unternehmen und Drehkreuz für internationale Flüge.

    Welche Vorteile bietet Nevita?
    Das telemedizinische System von Nevita Systems bietet breitgefächerte Vorteile.

    Unser Augenmerk liegt dabei besonders auf folgenden Stärken:

    Triagierung: Erfasste Patienteninformationen (Anamnese, Symptome und Diagnosen) und Vitalparameter werden durch regelbasierte Algorithmen verarbeitet und ausgewertet. Der Nutzer erhält eine Einschätzung zur Dringlichkeit des Gesundheitszustandes sowie weitere Empfehlungen für die medizinische Versorgung (Entscheidungsunterstützung).

    Preiswert: Die Verwendung von low-cost Komponenten sowie die Modulbauweise macht das Nevita System kostengünstig.

    Einfachheit: Die Bedienung des Nevita Systems ist intuitiv und muss nicht durch einen Arzt erfolgen.

    Dateneingabe: Standardisierte Dateneingabe über flexibel anpassbare Barcodelisten von Symptomen, Vorerkrankungen und Befunden. Dadurch werden fehleranfällige Eingaben über die Tastatur minimiert

  • Dennis Wagner
    Aktualisierung #5: Nevita – Krankenhaus im Koffer-Format
    2017-12-18

    Nevita Gründer im Profil

    Stell dich doch mal kurz vor!
    Mein Name ist Dennis Wagner, CTO und einer der Gründer von Nevita Systems. Meine Leidenschaft sind die Medizin und IT, daher habe ich mich 2011 für ein Medizininformatikstudium an der Technischen Hochschule Brandenburg entschieden.

    Was ist deine Aufgabe bei Nevita Systems?
    Ich bin verantwortlich für die Entwicklung unseres Telemedizinsystems. Nevita ist ein preiswertes, mobiles und modulares telemedizinisches System zur Unterstützung der medizinischen Versorgung von Patienten, vorrangig in Entwicklungs- und Schwellenländern. Grundproblem ist, dass es sehr viele kranke Menschen, aber nur wenig Ärzte gibt. Für uns war klar: wir brauchen ein benutzerfreundliches System, um Entscheidungen von Pflegekräften oder Gesundheitspersonal in Entwicklungs- und Schwellenländern zu unterstützen.

    Was machst du, wenn du nicht an Nevita arbeitest?
    An weiteren innovativen Ideen tüfteln.  Wir sind nicht nur ein Team, sondern auch sehr gute Freunde und machen viel gemeinsam, da bleibt es nicht aus, dass einer eine neue innovative Idee hat, die wir dann gemeinsam weiterentwickeln und dazu ein paar Bierchen trinken.
    Wenn ich dann wirklich nichts für unser Startup mache, dann spiele ich Wasserball beim ASC Brandenburg 03. Wir trainieren 4-mal die Woche, abends im heimischen Marienbad. Wasserball ist im Grunde eine Mischung aus Rugby und Handball – halt nur im Wasser. Ansonsten lese ich sehr gern, wenn es zeitlich möglich ist, Bücher von Sebastian Fitzek und John Katzenbach.

    Wie ist die Idee für das Startup entstanden?
    Unsere Idee ist damals im Studium entstanden. Im Masterstudium hatten wir ein Fach mit dem Namen Telemedizinische Dienste. Wir haben in der Medizininformatik überdurchschnittliche viele ausländische Studierende, vorrangig aus Kamerun. Diese sind damals an unsere Professoren herangetreten und haben gesagt sie würden gern etwas für ihr Land machen. Gesagt, getan – könnte man sagen. In Kamerun gibt es eine sehr hohe Müttersterblichkeit, so entstand die Idee eine einfache, mobile und telemedizinische Lösung zu konzipieren. Einer unserer Professoren, Prof. Beck ist Gynäkologe, somit hatten wir die medizinische Expertise auch direkt vor Ort. So haben wir nun innerhalb von 8 Wochen, einen Prototyen mitkonzipiert. Dieser Prototyp ist dann mit unseren beiden Professoren, Prof. Beck und Prof. Schrader nach Kamerun geflogen. Dort wurde er auf verschiedenen Veranstaltungen vorgestellt und stieß dabei auf großes Interesse, wobei die Faktoren Mobilität, stationäre und zentrale Speicherung, Einfachheit sowie Preis besonders wichtig waren. Er nahm eine zentrale Rolle ein bei der Frage, wie durch telemedizinische Dienste die Gesundheitsversorgung auf dem Land verbessert werden kann.
    Mit diesem positiven Feedback aus Kamerun haben wir dann beschlossen aus dem studentischen Projekt ein Produkt zu machen und eine Firma zu gründen.

  • Dennis Wagner
    Aktualisierung #4: Nevita – Krankenhaus im Koffer-Format
    2017-12-18

    Throwback Thursday: Erster Nevita Prototyp nach feuchtwarmen Kamerunbesuch auf verschiedenen Veranstaltungen unterwegs.

    Nachdem der Prototyp in Kamerun geschwitzt hatte, war er nun im kalten Deutschland erstmalig auf diversen Veranstaltungen unterwegs.

    Im Februar 2015 war das erste Ziel Potsdam. Dort begrüßte die Telemed-Initiative Brandenburg e.V. nun schon zum 10. Mal Entscheider, Anbieter und Wissenschaftler der Gesundheitstelematik im Land Brandenburg.
    Nachdem das Feedback in Kamerun mehr als positiv ausfiel, galt es die Resonanz auch national zu hinterfragen. So standen die Projektmitglieder den wissbegierigen Konferenzmitgliedern Rede und Antwort. Das Vorhaben erfreute sich enormen Interesse verschiedenster Wirtschaftsbereiche. Von wissenschaftlichen Einrichtungen, über Existenzförderer bis hin zu etablierten Unternehmen im Bereich der Gesundheitstelematik war das Interessenspektrum vertreten.    
    Die Telematik-Konferenz offenbarte sich als voller Erfolg und gab Mut für zukünftige Zielsetzungen. Nicht nur die Konferenzteilnehmer auch die Fernsehkameras konnten den Fokus nicht von dem kleinen Informationsstand lassen: http://www.potsdam.tv/mediathek/23989/Telematik.html

    3 Wochen später ging es dann weiter zum TechnologieTagTeltow (TTT), der unter dem Motto „Innovative Medizintechnik im Dreieck von Wissenschaft, Wirtschaft und Versorgung“ stattfand. Dort präsentierten die Nevita-Teammitglieder Marius Liefold und Dennis Wagner den weitgereisten Prototypen unter dem Titel „Telemedizinische Entwicklungen für die dritte Welt“ und konnten auch an dieser Stelle viele Zuhörer begeistern und wichtige Kontakte knüpfen.

  • Dennis Wagner
    Aktualisierung #3: Nevita – Krankenhaus im Koffer-Format
    2017-12-18

    Heute vor genau 3 Monaten wurden wir mit dem Innovations- und Entrepreneurpreis der GIunter der Schirmherrschaft des BMWi ausgezeichnet.

  • Dennis Wagner
    Aktualisierung #2: Nevita – Krankenhaus im Koffer-Format
    2017-12-18

    Das Nevita Team wünscht allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest 🙂 

  • Dennis Wagner
    Aktualisierung #1: Nevita – Krankenhaus im Koffer-Format
    2017-12-18

    20 Hände, 2.000 Zeilen Quellcode und viele bunte Kabel

    Als Team aus 10 Studierenden und 2 Ärzten entwickelten wir 2014 den ersten Nevita Prototyp – nach unschlagbaren 8 Wochen Entwicklungszeit.

    Unsere Ärzte Prof. Dr. med Eberhardt Beck und Prof. Dr. med Thomas Schrader das Team für „Erste (Gynäkologe) und Letzte-Hilfe (Pathologe)“ reiste im Dezember 2014 nach Douala, um auf verschiedenen Veranstaltungen in Universitäten und in der Industrie-und Handelskammer den Nevita Prototyp vorzustellen.

    Der Prototyp stieß auf großes Interesse, wobei die Faktoren Mobilität, stationäre und zentrale Speicherung, Einfachheit sowie Preis besonders wichtig waren. Er nahm eine zentrale Rolle ein bei der Frage, wie durch telemedizinische Dienste die Gesundheitsversorgung auf dem Land verbessert werden kann.

    Zum Abschluss der Reise konnte Prof. Beck seine Eindrücke sowie die künftigen Projektpläne in einem nationalen Fernsehinterview schildern.