Rettung des Gemeinschaftsplatzes der Communities von Los Saltamontes

  • Unterstützer*innen

    22

  • Finanziert

    1.140 €

  • Etappenziel

    11.500 €

Mehrwert für die Umwelt

Das Projekt schützt oder verbessert die Bereiche…

Mensch

Boden, Wasser, Luft

Klima

Tier und Pflanzen

biologische Vielfalt

Sach- und Kulturgüter

Energie und Ressourceneinsatz

Verwendete Ressourcen

Die verwendeten Ressourcen sind…

grün hergestellt

öko-zertifiziert

fair gehandelt

regional bezogen

sparsam eingesetzt

recycelt, upcycled

erneuerbar (z.B. Energie)

Diese Selbsteinschätzung durch den Projektinhaber/die Projektinhaberin dient als Entscheidungshilfe für die Crowd. Nicht alle Kriterien müssen dabei erfüllt, aber sämtliche Alternativen in Erwägung gezogen werden.

Zusammenfassung

Wir wollen das Herzstück der Gemeinschaften retten und weiter entwickeln, um wahre ökologische, soziale sowie klein-kulturelle Praktiken zu fördern und zu vernetzten. Für eine Stärkung basisdemokratischer Strukturen ohne Herrschende.

Beschreibung

Wir sind die Menschen von Los Saltamontes, Andalusien. Ein loses Netzwerk bestehend aus Familien, Einzelpersonen und festen Gemeinschaften. Unter uns gibt es KünstlerInnen, MusikerInnen, HandwerkerInnen, Öko-GärtnerInnen, Hebammen & Doulas, AktivistInnen, HeilerInnen und vieles mehr. Was uns verbindet ist der Wunsch auf ein gesundes Leben mit und in der Natur in wahrhaftiger Freiheit. Deshalb organisieren wir uns selbst, individuell und auch im Kollektiv.

Langfristige Ziele sind die Selbstversorgung mit Gemüse und Obst durch eigene Produktion sowie durch die Kooperation mit anderen regionalen Klein-Produzierenden. Essentiell für den gewünschten ökologischen und unabhängigen Lebensstil sind außerdem die dezentrale Energiegewinnung durch Solar- und Windanlagen, autarke Wasserversorgung durch Regenwassergewinnung und Wasserreinigungs-Systeme. Des Weiteren soll das bestehende Netzwerk zunehmend gestärkt werden um die individuelle sowie die kollektive Autonomie sicherzustellen. Beispiele hierfür sind die Unterstützung von lokalen, freien und demokratischen Bildungsprojekten, sowie „Home-schooling“ – Netzwerke um die Bildungsoptionen für Kinder in der Umgebung zu vergrößern.

In dieser Kampagne geht es speziell um unseren Gemeinschaftsplatz. Dieser ist das Zentrum der umliegenden Gemeinschaften, geographisch als auch symbolisch und ist in drei verschiedene Bereiche unterteilt: Dem überdachten „C. Artist Network (CAN)“, dem Kollektivgarten und dem Co-Living-Space.

Wofür wird das eingesammelte Geld eingesetzt?

20.000 € Elektronisches Equipement für die musikalische Entfaltung jedes Menschen
19.000 € Baumaterial wie z.B. 2nd-Hand Holz für Wohnbereich und Gemeinschaftsküchenausbau
18.500 € Batterien und Wechselrichter für Fotovotaikanlage des CAN's
17.000 € Alberca für Wasserspeicherung
16.500 € Die Nutzung eines Baggers um einen circa 200 Meter*10 Meter*3 Meter (L*B*H) Wall aufzuschütten
11.500 € Den Erwerb des Grundstückes

Der jetzige Eigentümer, der uns wohlwollend die letzten 10 Jahre die Möglichkeit gegeben hat das Land zu nutzen, obwohl er selbst nicht hier wohnt, hat entschieden, dass er es verkaufen möchte. Platziert ist das Grundstück geographisch im Mittelpunkt der Gemeinschaften, sodass ein Verlust des Landes bedeuten würde, dass wir das Herzstück des Saltamontes Netzwerkes verlieren würden. Das Verkaufsangebot liegt zur Zeit bei 20.000 € – bis jetzt war es uns möglich 8.500 € aus eigener Finanzierung aufzubringen. Um das Land so schnell wie möglich kollektiv kaufen zu können, fehlt uns noch der Restbetrag von 11.500 €, den wir durch diese Crowdfundingaktion generieren möchten. Wenn wir das Land gekauft haben, würden wir es vom Kapitalmarkt nehmen, sodass es nicht mehr verkauft werden kann und für „immer“ Gemeinschaftsland bleibt und als solches weiter prosperiert.

„CAN“:
• Reparaturen und ggf. Erneuerung des Fotovoltaik- Systems.
Wir sind sehr stolz darauf all unsere Events und Musikproben stattfinden zu lassen ohne einen Dieselgenerator nutzen zu müssen, doch um so fortfahren zu können, benötigen wir neue Batterien und einen Wechselrichter.
• Erneuerung und Vervollständigung der Gemeinschaftsküche.
Letztes Jahr haben wir eine Erweiterung des überdachten Bereiches geschaffen, um die Küche zu vergrößern und damit eine adäquate Nahrungs- und Getränkeversorgung bei Events zu gewährleisten. Hier ist es uns wichtig sparsam mit Ressourcen umzugehen und so viel wie möglich zu upcyclen. Trotzdem fehlt hier Geld, um die Baustelle zu vervollständigen.
• Reparatur und Erhaltung von elektronischem Equipment.
Die reguläre und freie Nutzung von Kabeln bis hin zum Mischpult, Verstärker und Instrumente fördert die kreative Ader aller. Jeder Mensch darf sich hier kostenlos und selbständig austoben, doch hinterlässt das natürlich Spuren. Wir reparieren viel, doch irgendwann muss neue Ware aus zweiter Hand her.

Kollektivgarten:
• Erhöhung der Wasserspeicherung.
Eine ausreichende Wasserversorgung ist ein größer werdende Aufgabe in großes Teilen Südspaniens. Hier in Granada profitieren wir glücklicherweise von einem uralten Bewässerungssystem, der Acequia, welches von den Mauren, einem großen indigen arabischen Berberstamm, erbaut wurde. Um das Wasser nicht direkt aus den Acequias in den Garten fließen zu lassen planen wir eine sogenannte Alberca, ein Wasserauffangbecken welches uns mit 15.000 Liter Wasser versorgt. Besonders in den heißen Sommermonaten wenn der Fluss austrocknet, wäre es uns dadurch möglich unabhängig den Garten mit Wasser zu versorgen und außerdem für das Wasserhaltevermögen des Bodens wichtige Bäume und Hecken zu pflanzen. Zur Zeit haben wir bereits etablierte Mandelbäume, einen Feigenbaum und ein paar Olivenbäume. Gerne würden wir Zitrusbäume, einen Avocadobaum, Walnussbäume und Pecanussbäume, sowie essbare Sträucher und Kräuter pflanzen. Hierbei verfolgen wir das Prinzip des Agroforstes , also beispielsweise die Anordnung der Pflanzen in drei verschiedenen Höhenbereichen (1. Kräuter, 2. Büsche, 3. Bäume). So kann der Platz optimal genutzt werden, die Natur kann heilen und uns so bei eine größere Lebensmittelautarkie behilflich sein.

Lebensbereich:
• Erweiterung und Umstrukturierung.
Gerne würden wir unser Wohnangebot erweitern, um unsere Kapazität für besuchende Gäste zu vergrößern und so mehr Menschen willkommen heißen zu können.

Flut-Verteidigung:
• Aufschütten und Bepflanzung eines Schutzwalles.
Wir leben in einem Tal welches gelegentlich von einer Flut betroffen ist. In der Vergangenheit bauten die Mauren eindrucksvolle und umfangreiche Flut-Verteidigungen und Terrassen, welche den durch das Tal fließenden Fluss in seiner Bahn hielt. Diese waren zudem so konstruiert, dass niedere Terrassen bei einer Flut mit reicher, humushaltiger Erde bereichert wurden. Leider wurde diese Weisheit und der Einfallsreichtum nicht von der modernen Welt geschätzt, sodass die Dämme nicht instand gehalten wurden, zerfielen und zunehmend vom Fluss weggeschwemmt wurden. So haben wir beispielsweise vor drei Jahren viele Ländereien verloren haben, inklusive ein Stück des Gemeinschaftslandes. Gerade kümmern wir uns darum es wieder zu gewinnen, indem wir einen Wall aufschütten. Dieser wird verstärkt mit tief- und schnell wurzelnden Pflanzen wie Weide, Eukaliptus und Vetiver. Vetiver ist ein indisches Gras, welches ein sehr dichtes und vier Meter tief ragendes Wurzelwerk ausbildet und in vielen Teilen der Welt als Flut-Verteidigung genutzt wird. Außerdem wächst es sehr gut und ist zudem nicht invasiv, sodass die lokale Flora nicht verdrängt wird.

Aufforstung:
• Wiederbelebung des verlorenen Landes.
Durch die Flut ist wichtige Erde und Pflanzmaterial verloren gegangen, sodass der Boden teilweise karg und steinig zurück geblieben ist. Wir werden im Rahmen eines groß angelegten Aufforstungsprogrammes die verloren Ländereien wieder gewinnen, indem wir ebendiese durch das Pflanzen von lokalen Bäumen und anderen bodenbedeckenden Kulturen wieder aufleben lassen.

Das über EcoCrowd gesammelte Geld wird priorisiert für den Kauf des Grundstückes eingesetzt, da dies essentiell für das Projekt ist. Wenn dieses Etappenziel von 11.500€ nicht erreicht wird, würde das bereits gesammelte Geld plus unsere Gruppeneinlage von 8.500€ in das Grundstück investiert werden um dieses anzuzahlen. Restliche Beträge würden eventuell über Stiftungen fließen für welches sich ein befreundeter gemeinnütziger Verein bewerben könnte.

Warum ist das Projekt ein EcoCrowd Projekt?

Der überdachte Bereich des „C. Artists Network (CAN)“  wird als soziales Zentrum, Performance- bzw. Kunstbereich genutzt und dient darüber hinaus auch als Gemeinschaftsküche. Hier kommen wir zusammen zum Organisieren, Diskutieren, zum Teilen und zum Feiern. Es ist außerdem ein Ort für lokale Märkte auf dem natürliche, selbst hergestellte Lebensmittel, Öle, Schmuck sowie eine Vielzahl anderer Kunstwerke angeboten und getauscht werden. Des Weiteren findet hier selbst organisierter Unterricht auf einer regulären Basis statt und einmal die Woche treffen sich Menschen des Netzwerkes um im Kollektiv bei einer Biolebensmittel Kooperation einzukaufen. Auch treffen sich hier Graswurzelinitiativen welche sich untereinander austauschen, organisieren und verbinden. Künftig werden wir Vernetzungsevents für solche Initiativen organisieren, auf welchen diese sich vor einem Publikum vorstellen können um einerseits Unterstützung in jedweder Form zu erhalten und andererseits Interessenten Motivation sowie Expertise geben, damit diese selbst eine Grasswurzelinitiative etablieren können. Im hinteren Bereich des CANs steht zudem noch ein uriger, nostalgischer Musik-Bus. Ein alter Bedfoard-Coach welcher von zahlreichen lokalen Bands genutzt wird zum musizieren. Besonders ist außerdem das der Strom zum Proben und für Live Auftritte ausschließlich durch eine Photovoltaik-Anlage generiert wird. Unsere wöchentlichen Open-Mic / Jam-Session-Abende sind hier legendär und sind gesegnet durch den Auftritt internationaler MusikerInnen.

Der liegt in der Mitte des Gemeinschaftsplatzes. Landwirtschaft und die Prinzipien der Permakultur sind tief verwurzelt in unser aller Leben. Über viele Jahre hinweg haben wir unsere eigenen kleinen, individuellen Gärten kreiert und Gemüse, Obst und Mahlzeiten miteinander geteilt. Mit einer fortschreitend unsicheren globalen Zukunft (Klimawandel, Corona) fühlten wir uns gezwungen unsere Lebensmittelgarantie neu zu bewerten und wir realisierten, dass wir unsere Anbaumöglichkeiten verbessern müssen. Wir initiierten einen Gemeinschaftsgarten, der in der Mitte des Gemeinschaftslandes platziert ist.

Nach einer Menge Arbeit floriert es hier fleißig und bietet uns und den benachbarten Menschen viele Früchte und diverses Gemüse. Kinder sind im Anbau von Lebensmitteln stets involviert und so können sich alle mit dem Land vertraut machen, in Kontakt kommen und darüber hinaus kann jeder mal so richtig schön schmutzig werden.

Der Lebensbereich liegt im hinteren Teil des Gemeinschaftslandes in dem einige von uns in Bussen und Wohnanhängern wohnen. Es gibt ein kleines zentrales Gemeinschaftshaus was auch als Kunstatelier genutzt wird. Außerdem finden hier regelmäßig Workshops für Kinder aus der Umgebung statt. Alle Bereiche des Gemeinschaftslandes organisieren sich in einer Grasswurzel-Demokratie. Das bedeutet, dass es keine horizontale Hierarchien, keine angesammelte Macht in den Händen weniger, keine Herrschenden und keine Beherrschten gibt.


Wer steht hinter dem Projekt?

Wir sind eine kleine Gruppe innerhalb der freien Communities von Los Saltamontes und haben es uns zur Aufgabe gemacht das Herzstück dieser Gemeinschaften zu retten. Wir fühlen uns hierfür verantwortlich weil wir den Sinn des Gemeinschaftsplatzes erkennen und realisiert haben wie essentiell dieser als Keimzelle für das Netzwerk ist. Unserer Kleingruppe besteht aus HandwerkInnen, MusikerInnen, KünstlernInnen, PermakulturgärnerInnen und politischen AktivistInnen. Einige Mitglieder leben bereits seit über einem Jahrzehnt hier vor Ort , in anliegenden Gemeinschaften.

Danke für deine Aufmerksamkeit! Wir, die Menschen von Las Saltamontes, hoffen sehr darauf, dass der Platz gerettet werden kann um ein wahrhaftig freien, gerechten und wilden Lebensstil aufrecht zu erhalten und diesen in die Welt raus zu rufen als ganzheitliche Alternative zu den immer offensichtlich werdenden Problemen des Neo-Kapitalismus.

Herzlichst, Tim, Lukas, Alfi, Morton, Ara, Vici, Lolo, Paul und Roberto.

Ein hoch auf die internationale Solidarität. Für ein Leben in Liebe, Freiheit und Gerechtigkeit. Dankeschön!

Wir sind die Zukunft, weil ...

du selbst die Veränderung sein kannst die du dir für die Welt wünschst. Du, ich und Gleichgesinnte sind einzeln betrachtet ein paar Tropfen doch zusammen ergeben wir einen Bach, der mehr Menschen inspiriert hinzu zukommen und wir bilden einen Fluss. Die Kraft des Wassers ist unaufhaltsam und zersetzt allmählich feste und alte Strukturen.

Gast

Waltershausen, DE

Gast

Kernen, DE

Gast

Kasendorf, DE

anonym

anonym

Gast

Bern, CH

anonym

anonym

Gast

Offenau, DE

anonym

anonym

anonym

Gast

Berlin, DE

anonym

Gast

Gotha, DE

anonym

anonym

Gast

Berlin, DE

Gast

Berlin, DE

anonym

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