IUFF in Zeiten von Corona

  • Unterstützer*innen

    16

  • Finanziert

    420 €

  • Etappenziel

    2.000 €

Mehrwert für die Umwelt

Das Projekt schützt oder verbessert die Bereiche…

Mensch

Boden, Wasser, Luft

Klima

Tier und Pflanzen

biologische Vielfalt

Sach- und Kulturgüter

Energie und Ressourceneinsatz

Verwendete Ressourcen

Die verwendeten Ressourcen sind…

grün hergestellt

öko-zertifiziert

fair gehandelt

regional bezogen

sparsam eingesetzt

recycelt, upcycled

erneuerbar (z.B. Energie)

Diese Selbsteinschätzung durch den Projektinhaber/die Projektinhaberin dient als Entscheidungshilfe für die Crowd. Nicht alle Kriterien müssen dabei erfüllt, aber sämtliche Alternativen in Erwägung gezogen werden.

Zusammenfassung

Durch Corona sind die Kosten für unser Filmfestival in fast allen Bereichen gestiegen. Gleichzeitig können wir aufgrund der im Oktober sicher immer noch geltenden Auflagen für Kinovorstellungen diesmal weitaus weniger Tickets verkaufen.

Beschreibung

Das Internationale Uranium Film Festival (IUFF) wurde einige Monate vor dem Reaktorunfall von Fukushima gegründet. Kein anderes Filmfestival in Deutschland und weltweit zeigt die gesamte Palette der atomaren Bedrohung vom Uranbergbau bis zum atomaren Müll und bringt so viele Filme über atomare und radioaktive Gefahren ins Kino. Das Uranium Film Festival ist weltweit das einzige Festival, das sich dem Thema Radioaktivität und der gesamten atomaren Brennstoffkette widmet und füllt als Themenfestival eine Lücke in der Filmfestivallandschaft.

Schon im Jahr nach seiner Gründung und dem ersten Internationalen Uranium Film Festival 2011 in Rio de Janeiro ist das Festival auch in Berlin zu einem unumstößlichen Teil der Berliner Kulturlandschaft und Festivalszene geworden. Das Uranium Film Festival hat zahlreiche Deutschlandpremieren und Dutzende von internationalen Filmemachern nach Berlin gebracht. Das Festivalprogramm umfasst diesmal 14 Filme aus 10 Ländern: https://uraniumfilmfestival.org/de/programm-berlin-2020

Mitveranstalter des IUFF Berlin 2020 ist die ICBUW, weitere Kooperationspartner sind die IALANA, die IPPNW, die Sayonara Nukes Berlin und die Friedensglockengesellschaft Berlin. Das Internationale Uranium Film Festival wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

Dennoch ergeben sich in diesem Jahr unvorhergesehene Finanzierungsprobleme, da die Kosten durch Corona auf breiter Front in fast allen Bereichen gestiegen sind, was durch die ermäßigte MWSt nur ansatzweise ausgeglichen wird. Dem stehen mehrere Sponsorenabsagen aufgrund der allgemein schwierigen wirtschaftlichen Lage gegenüber und die Aussicht, dass aufgrund des im Oktober sicher immer noch erforderlichen Hygienekonzepts und der Auflagen für Kinovorstellungen weitaus weniger Tickets verkauft werden können.

Wofür wird das eingesammelte Geld eingesetzt?

3.000 € Werbung und Plakate
2.000 € Übernachtungskosten für unsere Filmemacher

Wir möchten möglichst viele Filmemacher nach Berlin bringen, damit sie ihre Filme persönlich beim IUFF Berlin vorstellen und sich mit dem Publikum austauschen können.

Der Austausch zwischen Filmemachern und Publikum und auch zwischen den Filmemachern selbst ist uns besonders wichtig. In wenigen Fällen werden die Filmemacher von Seiten der Produktionsfirmen, von Landesvertretungen oder Kulturinstituten mit Reisekostenzuschüssen unterstützt. Andere reisen wegen der Wichtigkeit des Festivals sogar auf eigene Kosten an, wenn das Festival zumindest die Hotelkosten übernimmt. Wenn wir internationale Filmemacher zum Festival einladen, können wir durch Publikumsgespräche und Interviews die Wirkung der Filme auf das Publikum und die Aufmerksamkeit der Medien für die Filme, Filmemacher und das Festival deutlich erhöhen.

Und Werbemaßnahmen wie die Verteilung von Printerzeugnissen  und zumindest kleine Anzeigenschaltungen sind nötig, um ein möglichst großes Publikum ansprechen zu können.

Jeder Cent fließt direkt ins Uranium Film Festival Berlin!

Foto: KulturBrauerei Berlin, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin – Prenzlauer Berg

Warum ist das Projekt ein EcoCrowd Projekt?

Atomkraft geht alle an!

Mit unseren Filmen, Veranstaltungen und Ausstellungen möchten wir eine möglichst breite Öffentlichkeit gewinnen. Atomkraft geht uns alle an und das noch für viele Jahre. Auch wenn alle Atomkraftwerke und alle Uranminen eines Tages stillgelegt sein sollten, werden wir noch für Tausende von Jahren für die radioaktiven Hinterlassenschaften, atomare Abraumhalden und den hochradioaktiven Atommüll verantwortlich sein. Das Uranium Film Festival Berlin richtet sich deshalb an alle und an alle Altersstufen. Vom Jugendlichen bis zum Rentner. Vom Studenten bis zum Professor, Berliner und Nicht-Berliner.  Radioaktive Risiken, der Atommüll und nukleare Katastrophen wie Three Mile Island, Tschernobyl oder Fukushima dürfen weder vergessen noch verharmlost werden.

Mit einem Filmfest kann ein breites Publikum erreicht werden, und im Gegensatz zur klassischen Wissensvermittlung über Bücher oder Diskussionsveranstaltungen macht Film Ereignisse und Zusammenhänge visuell, emotional und intellektuell erfahrbar.

Auch wenn der Atomausstieg in Deutschland bereits beschlossene Sache ist, setzen andere Länder wie Brasilien, China, Indien und Russland weiter auf Nuklearenergie. Zudem hat auch Deutschland das Problem  des atomaren Abfalls noch lange nicht gelöst. 

Große Gefahr geht zudem von den immer noch verbreiteten Uranwaffen aus, für denen Ächtung sich die ICBUW, die Internationale Koalition zur Ächtung von Uranwaffen (ICBUW = International Coalition to Ban Uranium Weapons) einsetzt: Etwa 20 Staaten haben extrem wirksame panzer- und bunkerbrechende Uranmunition in ihren Beständen, die auch als DU-Munition bezeichnet wird. Uranmunition ist ein Abfallprodukt der Atomindustrie, das bei der Gewinnung von waffenfähigem Uran und bei der Herstellung von Brennstäben für Atomkraftwerke entsteht. Diese Munition wurde und wird in Kriegsgebieten eingesetzt. Beim Aufprall der Geschosse auf gepanzerte Oberflächen kommt es zu einer explosionsartigen Zersplitterung der Munition mit hohen Temperaturen, wodurch ein radioaktiver Staub entsteht. Dieser führt zu epidemisch auftretenden Missbildungen bei Neugeborenen und einer hohen Rate an Krebserkrankungen, wie Leukämie.

Einen wichtigen Film zu diesem Thema haben wir mit BALENTES von Lisa Camillo im Programm:



Barrierefreiheit

Das Kino in der KulturBrauerei ist hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und die jeweiligen U- und S-Bahnhöfe sind mit Aufzugsanlagen ausgestattet. Alle Veranstaltungsräume sind für Menschen mit körperlicher Behinderung barrierefrei zugänglich. Rollstuhl- und Rollatorstellflächen sind vorhanden. Eine Ermäßigung auf den Eintrittspreis wird außer für Schüler und Studenten auch für Behinderte gewährt.

Nachhaltigkeit

Das Programm des IUFF ist öffentlich zugänglich und kann im Oktober von allen Interessierten besucht werden. Neben der Möglichkeit, die Kinovorführungen zu besuchen, bieten die ausführliche Darstellung im Programmheft und die mehrsprachige IUFF-Website www.uraniumfilmfestival.org dauerhaft Informationen zu den Filmen und den zugrunde liegenden Themen. Das Festival selbst wird von Falko Seidel und dem Fotografen Marek Karakasevic dokumentiert und Video-Interviews zur nachhaltigen Auswertung erstellt. Die Inhalte der Website und Trailer und Videoclips werden auch über die sozialen Netzwerke (Facebook, Twitter, Instagram, LinkedIn, Xing) sowie einen deutschen und einen internationalen YouTube-Kanal verbreitet. Eine Filmdatenbank, das „Yellow Archive“ für atomare Filme wurde eingerichtet und umfasst inzwischen weit über 200 Filme.

Wir arbeiten konsequent mit öko-zertifizierten, fair gehandelten, regionalen, recycelten Ressourcen und setzen diese gewissenhaft und sparsam ein. Wir verwenden erneuerbare Energie und empfehlen unseren Gästen aus anderen Kontinenten klimaneutrale Flüge für ihre Anreise.

Wer steht hinter dem Projekt?

Das Uranium Film Festival wurde im Jahr 2010 von Norbert G. Suchanek und Marcia Gomes de Oliveira gegründet.

Marcia Gomes de Oliveira wurde 1970 in Rio de Janeiro geboren und arbeitet dort als Soziologin, Filmemacherin und Professorin an der Technical School Adolpho Bloch / FAETEC. Norbert G. Suchanek wurde 1963 in Würzburg geboren. Er lebt und arbeitet in Rio de Janeiro als Journalist, Autor, Filmemacher und Korrespondent.

Mein Name ist Jutta Wunderlich. Ich arbeite seit 2014 als Festival Koordinatorin für das IUFF und bin seit 2016 als Festivalproduzentin für alle Belange der Vorbereitung und Durchführung der Festivalwoche in Berlin verantwortlich.

https://uraniumfilmfestival.org/de/festival-team

Foto: Norbert G. Suchanek und Marcia Gomes de Oliveira vor dem MAM Museum, der Spielstätte des IUFF in Rio de Janeiro

Wir arbeiten für die Zukunft, weil ...

wir kontinuierlich über atomare Risiken informieren.
Es ist für die Zukunft der Menschheit und der Erde wichtig, dass die Folgen von Atombombenangriffen und atomaren Unfällen, die Gefahren des Uranabbaus an sich, das Problem der Atommüllentsorgung sowie die Konsequenzen aus dem Einsatz von Uranmunition im Bewusstsein aller sind und bleiben.

Gast

Münchberg, DE

anonym

anonym

anonym

Gast

Münchberg, DE

Gast

Berlin, DE

anonym

anonym

Marek

Marek

Berlin, DE

anonym

anonym

anonym

anonym

anonym

anonym

  • 56ebc5876a32a1.93134362
    Aktualisierung #2: IUFF in Zeiten von Corona
    2020-08-12

    Neues Tauschgut online:

    In Zeiten von Corona haben wir als  Tauschgut Special Mundschutzmasken mit atomarem Muster bedrucken lassen. Diese sind jetzt ab sofort in limitierter Anzahl hier erhältlich.

  • 56ebc5876a32a1.93134362
    Aktualisierung #1: IUFF in Zeiten von Corona
    2020-08-12

    Guter Start!

    Vor wenigen Tagen sind wir in die Finanzierungsphase gestartet und freuen uns über  die ersten Unterstützer. – Vielen Dank dafür und vielen Dank die Deutsche Umweltstiftung und ans Team von EcoCrowd!