Fairnille!

  • Etappe

    1/5

  • Unterstützer

    38

  • Finanziert

    1.288 €

  • Restdauer

    21 Tage

Mehrwert für die Umwelt

Das Projekt schützt oder verbessert die Bereiche…

Mensch

Boden, Wasser, Luft

Klima

Tier und Pflanzen

biologische Vielfalt

Sach- und Kulturgüter

Energie und Ressourceneinsatz

Verwendete Ressourcen

Die verwendeten Ressourcen sind…

grün hergestellt

öko-zertifiziert

fair gehandelt

regional bezogen

sparsam eingesetzt

recycelt, upcycled

erneuerbar (z.B. Energie)

Diese Selbsteinschätzung durch den Projektinhaber dient als Entscheidungshilfe für die Crowd. Nicht alle Kriterien müssen dabei erfüllt, aber sämtliche Alternativen in Erwägung gezogen werden.

Zusammenfassung

Die „Fairnille“-Hochschulgruppe kauft Vanille madagassischer Kleinbauern zu fairen Preisen. Mit dem Gewinn finanzieren wir die Ausbildung von Studierenden aus Kleinbauern-Familien vor Ort in Vanillehandel und Direktvermarktung.

Beschreibung

Grundidee

Aus der SAVA-Region im Nordosten Madagaskars kommen jedes Jahr zwischen 60-80% der Weltproduktion an Vanille. Vanille ist eines der teuersten Gewürze der Welt. Aber die Menschen, die die Vanille anbauen, sind fast alle sehr arm.

    Ein Grund dafür ist die ungerechte Verteilung der Wertschöpfung im Vanillehandel. Großhandel und Export der Vanille liegen überwiegend in der Hand einiger großer, internationaler Handelshäuser.
    Eine Vanillestange kostet in Deutschland im Handel 3-4 Euro. Die großen Vanilleexporteure kaufen die Vanille, aber für etwa 1 Euro in Madagaskar ein! Nur ein Bruchteil des Erlöses kommt daher bei den KleinbäuerInnen an.

    Hier setzt Fairnille an:

    • Wir kaufen Vanille direkt von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in der SAVA-Region zu einem fairen Preis, der etwa 10% über dem Marktpreis liegt.
    • Wir verkaufen euch die Vanille zu einem „normalen“ Einzelhandelspreis; den Gewinn investieren wir in die Ausbildung junger Menschen in der SAVA-Region.
    • Schwerpunkte der Ausbildung sind der nationale und internationale Vanillehandel, der Vanilleexport in die Europäische Union und Direktmarketing von Vanille.

    Ausbildung von madagassischen Studierenden am CURSA

    Partner für die Ausbildung ist das Centre Universitaire Régional de SAVA (CURSA). Das CURSA ist die einzige höhere Bildungseinrichtung in der ganzen SAVA-Region. Die nächste Universität ist 450 Kilometer Straße und Piste entfernt. Das CURSA liegt in Antalaha. Die Stadt wurde 2017 vom Zyklon Enawo schwer getroffen. Etwa ein Fünftel der Vanilleernte der ganzen Region wurde zerstört.

    Obwohl die meisten Bewohner/innen der SAVA-Region in der Produktion oder im Handel von Vanille beschäftigt sind, bietet das CURSA derzeit kein passendes Angebot. Dabei ist unserer Überzeugung nach Bildung der Schlüssel zu wirtschaftlicher Unhängigkeit und für einen Weg aus der Armut. Viele der besseren Jobs bei Vanilleunternehmen und viele der Unternehmen selbst sind zudem nicht in einheimischer Hand.

    Genau hier wollen wir das CURSA und dessen Studierende unterstützen: Vom Gewinn des Verkaufs von „Fairnille“-Schoten werden wir Lehrbeauftragte am CURSA finanzieren, die Kurse in Direktmarketing, in Vanillehandel und -export anbieten. Viele Studierende kommen aus kleinbäuerlichen Familien, die Vanille anbauen. Mit den Kenntnissen können die Studierenden direkt ihren Familien und Dörfern helfen.

    Mit dem Gründungsdirektor CURSA, Herrn Joseph Benitsiafantoka, bestehen seit einigen Jahren enge Kontakte über das Diversity Turn-Forschungsprojekt. Derzeit gibt es am CURSA nur Studiengänge in Französisch, Englisch und Naturwissenschaften & Naturresourcen. Herr Benitsiafantoka unterstützt unser Vorhaben. Durch Gespräche wissen wir, dass das Interesse seitens der Studierenden groß ist.

    Wie die Idee entstand

    Einer der Professoren an der Hochschule Darmstadt, Prof. Barkmann, arbeitet und forscht seit vielen Jahren auf Madagaskar. Ein Schwerpunkt ist der Vanillehandel in der SAVA-Region. Im Rahmen eines Kurses zu Entwicklungszusammenarbeit und internationalen Wertschöpfungsketten taten sich Studierende und Dozent zur Fairnille-Hochschulgruppe zusammen. Wir wollten nicht nur forschen und lernen, sondern auch selbst aktiv werden.

    • „Die Vanillebauern sind extrem abhängig von ihrem Einkommen durch die Plantagen, allerdings sind die Strukturen des Vanillehandels vor Ort so schlecht, dass die Leute kaum von ihrem Einkommen leben können. Wir können durch unser direktes Eingreifen in den Handel so viel bewegen.“ A. Broschinski, Fairnille-Hochschulgruppe
    • „Ich möchte den Vanillebauern aus Madagaskar helfen, weil ich finde, dass sie in der Wertschöpfungskette, wie sie zur Zeit besteht, nicht so stark benachteiligt werden sollten. Sie haben ein Recht darauf, für die harte und einzigartige Arbeit die sie leisten fair ihren Lebensunterhalt zu verdienen.“ A. Wagner, Fairnille-Hochschulgruppe

    Wir haben nur ein kleines Startkapital. Das ist etwas eigenes Geld, mit dem wir uns die Webseite www.fairnille.de gesichert haben. Wir haben auch schon das Verpackungsmaterial für die erste Vanilleauslieferung Anfang Dezember 2018 bezahlt. Ganz wichtig war aber ein Geschenk von Papa Be.

    Papa Be baut wie viele andere Bauern auf Madagaskar mit seiner Familie Vanille an. Er gehört zu den größeren Vanille-Bauern und hat auch einen kleinen Laden aufgemacht. Dennoch hat er täglich mit Diebstahl, dem Druck des internationalen Vanillemarktes und undurchsichtigen Geschäftspraktiken zu kämpfen. Durch das Fairnille-Projekt durften wir ihn und seine Arbeit kennenlernen.

    Er hat uns die ersten 60 Vanilleschoten geschenkt. Im EcoCrowd-Video sind die Schoten in einem originalen madagassischem Holzkästchen zu sehen. Damit sie nicht austrockenen, lagern wir sie aber hier in Deutschland bis zur Auslieferung luftdicht.

    Diese 60 von Papa Bes Familie produzierten Vanilleschoten sind der zweite, wichtigste Teil unseres Startkapitals. Vielen Dank, Papa Be!

    Papa Be kommt ausführlich in diesem Video von 2015 zum Einfluss chinesischer Vanille-Großhändler zu Wort. Damals herrschte noch das letzte Jahr der langjährigen Phase niedriger Preise.

    Wofür wird das eingesammelte Geld eingesetzt?

    7.500 € Zusätzlicher hochwertiger Kurs & Coaching für CURSA-Studierende schon 2019!
    6.000 € Wir können 2019/20 30x mehr Vanille fair kaufen!
    4.500 € Wir können 2019/20 10x mehr Vanille fair kaufen!
    3.000 € Schon 2019 erstes volles Bildungsangebot!
    2.400 € Das Projekt bleibt am Leben! Wir können alle Kosten decken (Transport, fairer Vanillekauf, Lieferung...), aber es geht nur langsam voran.

    Ab dem Mindestziel von 2400 € können wir alle Grundkosten decken, insb. die Ausgaben für den Vanilleeinkauf und -versand

    Wenn ihr bis zum 30. November 2018 Fairnille–Schoten kauft, garantieren* wir, dass ihr eure erste Vanilleschote bis zum 06. Dezember 2018 erhaltet. Wir verschicken die Schote gut verpackt per Warensendung. Für euch fallen keine Versandkosten an.

    * im Rahmen der Zuverlässigkeit der Deutschen Post

    Wir hoffen, mindestens 40*10 und 20*20 Fairnille-Schoten zu verkaufen. Bei einem Verkaufpreis von 3 € pro Schote macht das 2400 €. Davon müssen wir bezahlen:

    • 60 Mal Auslieferung 1 Fairnille-Schote 2018 und 50 Mal 9 bzw. 19 Schoten 2019 (inkl. Luftpolsterumschläge, Glasröhrchen, Dankespostkarten und Porto als Warensendung; ca. 200 €)
    • Transport der Fairnille-Schoten für 2019 aus Madagaskar einschließlich Verpackung, Exportgenehmigungen und Einfuhrumsatzsteuer (465 €)
    • kleinere Kostenpositionen Deutschland (Webseite, Gewerbeschein, etc.; ca. 90 €)
    • Kauf der Vanilleschoten in Madagaskar 10% über dem voraussichtlichen Marktpreis (ca. 1545 €)
    • Kostenbeitrag EcoCrowd (4% von 2400 € = knapp 100 €)   

    Damit können wir insgesamt 60 Fairnille-Schoten 2018 ausliefern sowie 740 Schoten für 2019 einkaufen und ausliefern. Zusätzlich können wir – je nach Marktpreis – neue Vanilleschoten für ein Crowd Funding-Projekt für 2019/20 importieren. Wegen der stark schwankenden Preise wollen wir hier nicht zu viel versprechen. Trifft erneut ein Zyklon die SAVA-Region und die Preise steigen wieder an, wird’s eng.

    Eine erste Bildungsmaßnahme wird Prof. Barkmann vor Ort in Zusammenarbeit mit der CURSA-Fairnillegruppe organisieren. Dafür legen wir 200 € beiseite. Das Projekt bleibt am Leben. Aber es geht recht langsam voran, wenn wir nur unser Mindestziel erreichen. 

    Ab 3000 € bieten wir unser erstes volles Bildungsangebot an!

    Diese Spenden ermöglichen es uns, einen ersten, ein ganzes Semester lang laufenden Kurs zu Vanillehandel, -marketing und -export bereits 2019 am CURSA zu finanzieren.   

    Ab 4500 € kaufen wir 2019/20 10x mehr Vanille fair ein!

    Wer noch bis zur Vorweihnachtszeit 2019 auf die erste Fairnille-Lieferung warten kann, hilft sehr. Diese 1500 € würden wir dann in den fairen Ankauf, in Transport und Auslieferung weiterer Fairnille-Schoten stecken. Wenn der Vanillepreis 2019 einigermaßen stabil bleibt, können wir statt mit nur 60 Schoten für die Kampagne 2019/20 mit 600 Fairnille-Schoten starten!

    Gegenüber 2018/19 könnten wir um das 10-fache wachsen, d.h. zehnmal so vielen Vanillebäuerinnern mit etwas höheren Preisen helfen.

    Ab 6000 € kaufen wir 2019/20 30x mehr Vanille fair ein!

    Das Geld werden wir komplett in den fairen Kauf und in den Transport der Vanille nach Deutschland investieren. Wieder einigermaßen stabile Preise vorausgesetzt, entspricht das etwa 1200 fair gehandelten Schoten.

    Gegenüber 2018/19 könnten wir um das 30-fache wachsen, d.h. dreißigmal so vielen Vanillebauern mit etwas höheren Preisen helfen.

    Ab 7500 € bieten wir zusätzlich einen hochwertigen Kurs & Coaching für CURSA-Studierende an!
    Mit dieser Unterstützung finanzieren wir einen hochwertigen Kurs im Bereich Direktmarketing für die Studierenden am CURSA bereits 2019. Der Kurs wird ergänzt durch individuelles Coaching von Studierenden, die ein Start Up im Vanillehandel wagen wollen. Ein kleiner Teil der Spende wird genutzt, um den Kurs zu dokumentieren und als Video online bereit zu stellen.

    Warum ist das Projekt ein EcoCrowd Projekt?

    Gerechterer internationaler Vanillehandel

    Der Vanillehandel auf Madagaskar ist sehr unduchsichtig und oft unfair. Staatliche Stellen schreiben den Kleinbauern unsinnige Ernte- und Handelszeiten für frische Vanille vor. Zwielichtige Aufkäufer gewähren Kredite zu Wucherzinsen. Große internationale Exporteure bieten vor Ort schlechtere Konditionen an, als in ihren Hochglanzbroschüren versprochen. Viel Vanille wird von den Feldern gestohlen – und findet doch ihren Weg in den Handel. Unzuverlässige Zwischenhändler halten ihre Versprechungen nicht ein und die frisch geerntete Vanille droht in den Händen der KleinbäuerInnen zu verderben.

    So klein Fairnille noch ist – dem wollen wir entgegenwirken.

    • Wir kaufen Vanille auf Ihre Bestellung hin direkt von den madagassischen Kleinbauern der SAVA-Region. Wir zahlen den Kleinbauern etwas mehr (10%) als den üblichen Marktpreis.
    • Wir setzen den Gewinn für Bildungsmaßnahmen zu Vanillehandel, -marketing und -export ein. Mit dem Wissen können mehr Familien und Dörfer den Vanillehandel in der SAVA-Region in die eigene Hand nehmen.

    Als „nachhaltiges“ Crowd-Funding Projekt liegt es uns sehr am Herzen, die Kleinbäuerinnen direkter an den Vorteilen von Anbau und Export der Vanille teilhaben lassen.

    Bildung ist ein Menschenrecht – davon sind wir überzeugt.

    Um die Ausbildungen in Vanillehandel, -export, und Direktmarketing zu organisieren, sind wir eine Kooperation mit dem Centre Universitaire Régional de Sava (CURSA) eingegangen (siehe Projektbeschreibung). Viele der Studierenden kommen aus ganz einfachen Verhältnissen. Oft sind die Eltern selbst Kleinbauern, die Vanille anpflanzen. So kommen die Projektergebnisse unmittelbar bei den Menschen an, die es brauchen. 

    Das Bildungsangebot ist völlig neu für die SAVA-Region. Es gibt nichts ansatzweise Vergleichbares. Hier hat unser kleines Projekt eine große Wirkung. Vielelicht gelingt es sogar, einen regulären Studiengang am CURSA mit einer kaufmännischen und sozialwissenschaftlichen Ausrichtung zu initiieren. 

    Naturschutz und Rückverfolgbarkeit

    In der SAVA-Region finden sich zwei Nationalparks von Weltrang:

    • der Masoala-Nationalpark südlich von Antalaha.
    • der Marojejy-Nationalpark westlich von Sambava.


    Es gibt eine Reihe weiterer staatlicher und privater Schutzgebiete in der SAVA-Region. Der Schutz des Regenwalds ist uns daher sehr wichtig.

    Um den Regenwald zu schützen, bestätigen uns die Kleinbauern schriftlich, dass sie ihre Vanillepflanzung nicht in den Naturschutzgebieten und Nationalparks in der SAVA-Region angelegt haben. Das können wir ehrlicherweise zu Beginn des Projekts nicht selbst kontrollieren. Es gibt zwar zertifizierte Vanille aus der SAVA-Region. Die Zertifizierungsinformation gehört aber nicht den KleinbäuerInnen. Sie gehört den großen Exporteuren. Und gerade von denen wollen wir die Vanille nicht kaufen.

    Wir haben trotzdem ganz gute „objektive“ Informationen, woher unsere Vanilla stammt. Sehr viele Kleinbauern tätowieren nämlich die Anfangsbuchstaben ihres Namens in einen Teil der noch unreifen Vanilleschoten. Ähnlich wie bei der Verletzung einer Baumrinde bilden sich Narben. Die Buchstaben sind so auch an den fertigen schwarzen Vanilleschoten noch gut zu erkennen. Viele unserer Schoten für die Verschickung 2018 tragen die drei Buchstaben des vollen Namens von Papa Be (FKL: Fock King Ling). Sein Dorf ist sehr weit von nächsten Schutzgebiet entfernt.


    Armutsbekämpfung und „Business Model“

    Wir schalten den Zwischenhandel für die Vanille aus und importieren selbst. Außerdem arbeiten die Mitglieder der Fairnille-Hochschulgruppe ohne Bezahlung. So können wir den Kleinbauern höhere Preise zahlen und gleichzeitig Mittel für die Bildungsmaßnahmen aufbringen. Das ist natürlich nur ein kleiner Anfang zur Armutsbekämpfung in der Region.

    Parallel mit der Ausbildung der ersten Studierenden am CURSA wollen wir dort ebenfalls eine Fairnille-Hochschulgruppe aufbauen. Mehr und mehr unserer Tätigkeiten können dann nach Madagaskar verlagert werden.

    Es ist zwar schön, dass wir hier in Deutschland Arbeitskraft und Geld „spenden“. Langfristig wird Fairnille nur ein Erfolg, wenn wir den ganzen in Deutschland anfallenden Aufwand möglichst gering halten. Nur wenn möglichst viel der Wertschöpfung tatsächlich in Madagaskar ankommt, profitieren unsere madagassischen Studierenden und deren Familien aus eigener Kraft.

    Erzähle uns etwas über dich.

    Unser Team setzt sich derzeit aus einem Dozenten und aus Studierenden der Hochschule Darmstadt zusammen. In verschiedenen Arbeitsgruppen haben wir Ende Oktober 2018 eine Homepage und einen Businessplan erstellt. Eine Gruppe hat sich je mit der Hintergrundrecherche zur Vanille und dem internationalen Vanillehandel beschäftigt. Eine andere Gruppe hat diese Crowd Funding-Seite erstellt.

    Weitere Informationen zu uns, dem Fairnille-Projekt und der Forschung in der SAVA-Region finden Sie hier: www.fairnille.de.

    D. Lee, P. Overländer, A. Wagner, G. Vercellini, S. Suraj, Z. Hasanzada, N. Efthimiadou, M. Dogan, A. Diegler
    M. Kapp, P. Lopez, A. Broschinski, L. Schmitt, F. Möckel, J. Döringer, D. Schröter

    Nicht auf dem Bild: Prof. Dr. Jan Barkmann, Initiator der Fairnille-Hochschulgruppe

    Prof. Barkmann arbeitet und forscht seit vielen Jahren auf Madagaskar. Ein Kurzvideo zum aktuellen Projekt in Zusammenarbeit mit der Georg-August-Universität Göttingen sehen Sie hier. Ausführliche Informationen zum „Diversity Turn„-Projekt finden sich in diesem Video.

    Wir investieren in die Zukunft, weil ...

    Fairnille fairen Handel in der Vanilleproduktion und Bildung in Madagaskar voranbringt!

    anonym

    Elakind

    Erfurt, DE

    Legis

    Bergheim, DE

    anonym

    anonym

    anonym

    anonym

    anonym

    anonym

    anonym

    Guest

    Mörlenbach, DE

    anonym

    anonym

    anonym

    anonym

    anonym

    anonym

    Nicola Gomera

    Seewald, DE

    anonym

    anonym

    Guest

    Hamburg, DE

    anonym

    anonym

    anonym

    anonym

    Guest

    Stuttgart, DE

    anonym

    anonym

    anonym

    Guest

    Falkensee, DE

    Guest

    Mannheim, DE

    anonym

    anonym

    anonym

    anonym

    anonym

    Guest

    Göttingen, DE

    • Jan Barkmann
      Aktualisierung #3: Fairnille!
      2018-11-09

      Weihnachts- und Jahresendkampagne, Spendenquittungen

      Liebe Freund/innen der fair gehandelten Vanille aus Madagaskar! Nachdem unsere Vanille zum Nikolaustag unterwegs ist, kommt in den nächsten Tagen ein Update der Tauschgüter in Richtung Weihnachten, Jahresende und neues Jahr. Das gibt uns hoffentlich noch einmal einen Schub.

      Die Küste von Sambava gegen Abend. In der Mitte links sehen Sie eine Rinderherde (!)

      Ich habe in den vergangenen Tagen viel Zeit damit verbracht, für größere Spenden eine Möglichkeit zu finden, wie Spendenquittungen ausgestellt werden können. Es macht für uns jetzt noch keinen Sinn, einen eigenen gemeinnützigen Verein zu gründen. Aber ich habe einen sehr vertrauenswürdigen und erfahrenen Verein in Göttingen, wo ich wohne und zusätzlich an der Universität forsche und lehre, ausfindig gemacht. Es handelt sich um die gespa e.V. (www.gespa.de). Wir haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Über die gespa können wir jetzt also auch Spenden-Tauschgüter mit Quittung abrechnen.

      Also, wenn Sie/Ihr noch Menschen kennen/kennt, die zu wenig Vanille haben oder Ihr Geld in eine kleine übersichtliche Bildungsinitiative investieren möchten: Bitte unsere Projektseite weiterempfehlen!

      Ich wünsche noch eine schöne Woche,

      Jan Barkmann

      P.S.: Wundern Sie sich nicht, wenn Sie Fairnille auf ebay finden. Das ist ein Vermarktungsversuch zu den gleichen Bedingungen wie bei Ecocrowd

      Noch gibt es wertvolle Hölzer in den Wäldern der SAVA-Region… (2016; Quelle für beide Bilder D. Hölscher)

    • Jan Barkmann
      Aktualisierung #2: Fairnille!
      2018-11-09

      Die 1000 € sind geknackt!

      Liebe Unterstützer/innen, am Wochenende sind vier weitere Zahlungen eingegangen – wir haben die 1000 € deutlich hinter uns gelassen. 

      *****

      Auf dem ZDF gab es am 23.11. einen kurzen Beitrag (2 min) im Morgenmagazin zur Situation in der SAVA-Region

      https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/vanille-106.html

      und 2 Tage später einen ausführlichen Beitrag

      https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-vanille—die-jagd-nach-dem-braunen-gold-100.html .

      Grundsätzlich treffen die Beiträge die Situation ziemlich gut.

      Unseren Forschungsdaten nach wird aber wesentlich weniger Vanille gestohlen, als im Beitrag angegeben. Die Haushalte verkauften 2016 im Durchschnitt knapp 50 kg grüne Vanille und gut 20 kg bereits verarbeitete/getrocknete Vanille („black vanilla“). Das entspricht einer Erntemenge von etwa 120-130 kg grüner Vanille. Davon wurden gut 10 kg vom Feld gestohlen. Es kommt noch Diebstahl verarbeiteter Vanille hinzu; das ist aber nicht das Hauptproblem. Der Diebstahl dürfte daher im Durchschnitt bei unter 10% liegen. Für den einzelnen Haushalt, dem das Feld abgeräumt wurde, ist das natürlich kein Trost. 

      Wir haben im Sommer ein Dorf besucht, dass für seine drastischen Strafen bekannt ist. Die Bauern haben dort eine richtige Miliz aufgestellt, die die Wege bewacht. Alles sehr nette Leute – aber 2017 haben sie 2 Vanillediebe gelyncht, dieses Jahr ist einer nur knapp schwer verletzt entkommen.

      Fast mehr noch als die Armut selbst macht mir diese Situation deutlich, wie hart das Leben selbst im fruchtbaren Nordosten Madagaskars ist.

      *****

      Jetzt sind die Vanillepreise hoch – und viele Kleinbäuer/innen können tatsächlich für 2-3 Jahre der schlimmsten Armut entkommen. Unsere echte Solidarität ist gefragt, wenn die Vanillepreise wieder sinken!

      Fairnille möchte, dass die Dörfer und Familien gerade dann ihr Schiksal besser in die eigene Hand nehmen können, weil sie den
      Vanillehandel besser verstehen besser für sich nutzen können.

      Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche,

      Jan Barkmann

    • Jan Barkmann
      Aktualisierung #1: Fairnille!
      2018-11-09

      Der Vanille-Zug fährt weiter!

      Nach gut einem Monat haben wir jetzt 28 Unterstützer/innen und 975 € eingenommen. Zusätzlich wurde uns eine Spende von bis zu 1000 € angekündigt!

      Damit ist schon jetzt so gut wie sicher, dass Fairnille im kommenden Jahr einen umfangreichen Kurs zu Vanillehandel, -export und Direktvermarktung in der SAVA-Region auf Madagaskar anbieten kann. 

      Aber wir sind noch nicht am Ziel. Noch mindestens 400 Vanilleschoten warten auf Ihren Verkauf! Nur wenn wir das bis Ende Januar schaffen, können wir 2019 eine neue Fairnille-Aktion starten. 

      Also: Mobilisieren Sie gern noch einmal Freunde, Familie und Bekannte! Im EDEKA-Laden um die Ecke, wird eine Schote für 6,99 € angeboten – bei uns 10 Stück fü 30 €!

      ***

      An die Unterstützer/innen habe ich mit Hilfe meines Sohnes 19 Warensendugen verschickt: einen ersten Schwung vor 2 Wochen und heute Mittag den Rest. Wie versprochen sollte die Fairnille daher bei allen noch vor dem Nikolaustag ankommen.

      Ich wünsche Ihnen allen einen schönen ersten Advent!

      Jan Barkmann