Umwandlung von Agrarflächen zu Blühwiesen

  • Unterstützer*innen

    11

  • Finanziert

    910 €

  • Etappenziel

    2.500 €

Mehrwert für die Umwelt

Das Projekt schützt oder verbessert die Bereiche…

Mensch

Boden, Wasser, Luft

Klima

Tier und Pflanzen

biologische Vielfalt

Sach- und Kulturgüter

Energie und Ressourceneinsatz

Verwendete Ressourcen

Die verwendeten Ressourcen sind…

grün hergestellt

öko-zertifiziert

fair gehandelt

regional bezogen

sparsam eingesetzt

recycelt, upcycled

erneuerbar (z.B. Energie)

Diese Selbsteinschätzung durch den Projektinhaber/die Projektinhaberin dient als Entscheidungshilfe für die Crowd. Nicht alle Kriterien müssen dabei erfüllt, aber sämtliche Alternativen in Erwägung gezogen werden.

Zusammenfassung

Im oberfränkischen Coburg wollen wir mit deiner Hilfe 23.000 m² Ackerland zum Blühen bringen. Schon im Frühjahr wollen wir mit der Aussaat beginnen. Dazu brauchen wir deine Unterstützung.

Beschreibung

Unser Projekt

Unsere Kulturlandschaft ist durchwegs von der Landwirtschaft geprägt und auf deren Bedürfnisse zugeschnitten. Als Folge der großen Flurbereinigung beginnend Mitte der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und des zunehmenden Einsatzes von Pestiziden sind zahlreiche Insekten- und Vogelarten bedroht oder bereits ausgestorben. Es ist höchste Zeit, entgegenzusteuern und der Natur etwas zurückzugeben.

Unser Vorhaben ist es, großflächige Blühwiesen als Lebensraum und Nahrungsangebot für Insekten und Vögel anzulegen, und Landwirte gleichzeitig vom wirtschaftlichen Druck zu befreien. Landwirte stellen uns Flächen zur Verfügung und sorgen für Aussaat und Pflege der Blühwiesen und erhalten im Gegenzug eine ausreichende Entschädigung. Die anfallenden Kosten werden auf die Schultern vieler Einzelner verteilt. Damit schaffen wir eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.


Blühwiesen

Für einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren verwandeln wir Ackerflächen in Blühwiesen. Beginnen wollen wir mit ca. 23.000 m² Blühflächen im Coburger Land. Nach und nach wollen wir die Anzahl der Flächen vergrößern und immer neuen Lebensraum für Insekten und Vögel schaffen. Denn das Vorhandensein von Blühwiesen ist ein entscheidender Faktor für die Artenvielfalt in unserer Landschaft. Sie liefern Nahrung für Insekten und Vögel, sind Brut- und Nistplatz und bieten in der kalten Jahreszeit Überwinterungsmöglichkeiten.


Flächen und Saatgut

Und natürlich machen wir es richtig. Die von uns ausgesuchten Flächen wurden in der Vergangenheit ökologisch bewirtschaftet. Genauso verhält es sich mit den angrenzenden Äckern. Beim Saatgut handelt es sich um „Bienenweide Bayern“. Die Saatenmischung wurde in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau Veitshöchheim speziell für die Verwendung auf landwirtschaftlichen Flächen in Bayern entwickelt. Sie enthält 41 regionaltypische  Wildblumen und -kräuter.

Im Unterschied zu manch anderen Blühmischungen bieten diese ein- und mehrjährigen Pflanzen genau das Nahrungsangebot, das unsere heimischen Insekten zum Überleben brauchen.

Unsere Projektflächen in Seßlach

Waldacker ca. 1200 m²

Krumbacher Weg ca. 4100 m²

Große Spitze ca. 2400 m²

Muggenbach ca. 6000 m²

Krumbacher Roth ca. 7100 m²

Nickelsacker ca. 3000 m²

Wofür wird das eingesammelte Geld eingesetzt?

6.800 € Marketing und PR
5.900 € Webseitengestaltung
5.150 € Verwaltung /Steuerberater
4.500 € Aussaat und Pflege der Flächen
3.650 € Saatgut für 23.000 m² regionale Blühwiese (20kg a 50€ brutto/kg)
2.500 € Kompensation für den Landwirt für 23.000 m² Fläche

Mit dem gesammelten Geld bestreiten wir die Kosten für Pacht, Aussaat und Pflege der Blühwiesen. Ein kleiner Teil fließt ins Marketing. Denn es ist wichtig, viele Mitstreiter*innen zu gewinnen, damit wir weitermachen und immer mehr Flächen in Blühwiesen verwandeln können.

Alles was übrig bleibt, investieren wir in neue Blühprojekte.

Warum ist das Projekt ein EcoCrowd Projekt?

Für unser erstes Naturschutz-Projekt haben wir uns ein Flurstücke ausgesucht, die beste Voraussetzungen für nachhaltigen Artenschutz bietet. Bereits heute lassen sich dort seltene und bedrohte Tierarten beobachten. Neben Ringelnattern, Erdkröten, Grasfröschen und Molchen ist hier auch die Feldlerche ansässig.  Auch der auf der roten Liste stehende Bluthämpfling, der Kaisermantel und das Sechsfleck Widderchen sind hier heimisch.

Die umliegenden Äcker werden bereits seit Jahren ökologisch bewirtschaftet. Der nahe gelegene Wald, Wiesen, Hecken, Bäche und Teiche machen das Gebiet zum idealen Ort für den Schutz und die Wiederansiedlung seltener Insekten-, Vögel- und Pflanzenarten.

Mit eurer Unterstützung schaffen wir großflächig  Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Wildtiere. Denn dieser ist aufgrund der intensiven Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Die Anzahl der Insekten ist als Folge um ca. 80% gesunken. Hier müssen wir dringend gegensteuern!

Wer steht hinter dem Projekt?

Der Verein SoNatu Deutschland e.V. ( https://sonatu.de/ – Solidarischer Naturschutz Deutschland e.V.)

Wir haben den Verein aus dem Bewußstsein heraus gegründet, dass die Zeit drängt und sofort gehandelt werden muß.

Solidarischer Naturschutz ist bewahrendes und schöpferisches Handeln im Sinne unserer Umwelt. Es gilt, der Natur Raum zurückzugeben, wo sie vom Menschen verdrängt wurde, um sie so in all ihrer Schönheit und Vielfalt zu bewahren.  Lasst uns retten, was zu retten ist. Lasst uns an einer Welt arbeiten, in der Natur und Mensch gleichermaßen ihren Platz haben.

Nachhaltiger Naturschutz ist als Handeln aus der Gesellschaft heraus. Getragen von der Idee der Solidarität können wir gemeinsam eine bessere Welt verwirklichen. Wir alle sind verantwortlich dafür, welche Welt wir nachfolgenden Generationen überlassen. Also lasst uns Verantwortung übernehmen.

Wir haben uns gezielt für diese Flächen entschieden, weil wir hier noch eine sehr gute Ausgangssituation bezüglich der ökologischen Vielfalt haben.

Wir haben aber auch beobachtet, dass ohne weitere Unterstützung sich viele Arten dauerhaft hier nicht halten können. So war es in diesem Jahr so, dass Anfang August, in einer Trockenperiode, innerhalb von wenigen Tagen sämtliche Schmetterlinge (Kaisermantel / Admiral / Schachbrettfalter / Widderchen/ Bläulinge usw.) verschwanden, weil die 3 Wiesenflächen in diesem Gebiet gemäht wurden und danach einfach keine Nahrung mehr zur Verfügung stand.

Die 5 Flächen mit insgesamt 20.000m² werden mindestens 5 Jahre Bestand haben, darüber hinaus wollen wir sie (wenn es Pachtverträge / Äußere Umstände zulassen) aber so lange wie möglich bewahren, denn:

Nur durch Kontinuität werden wir erhalten und Artenvielfalt wachsen lassen können. Aus unserer Sicht machen einjährige Blühstreifen wenig Sinn, auch wenn sie besser als nichts sind.

Die Mahd zur Landschaftspflege wird nur alle 2-4 Jahre und auch nur versetzt erfolgen (Zweidrittel der Flächen bleiben immer stehen, erst recht im Winter als Rückzugsort), mit einem schonenden Balkenmäher der hoch abschneiden kann.

Im Namen des Vereins grüßen:

Dietrich Pax (Gärtnermeister eines Demeter Betriebes mit jahrzehntelanger Erfahrung in der ökologischen Landschaftspflege)

Tobias Wüstefeld ( Geschäftsführer eines Großhandelsunternehmens im Bereich Bio Lebensmittel)

Wir gestalten die Zukunft, weil ...

wir der Natur etwas zurückgeben. Natur- und Artenschutz geht uns alle an. Und es ist höchste Zeit, aktiv zu werden. Mit dieser Erkenntnis stehen wir nicht allein. Viele sind bereit, sich für die Natur einzusetzen. Darum lasst es uns doch gemeinsam angehen.

anonym

Gast

Coburg, DE

anonym

anonym

anonym

Hortus fresena

Wangerland, DE

anonym

Hortus fresena

Wangerland, DE

Gast

Coburg, DE

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