Ein Traktor für den Riegenhof

  • Backers

    108

  • Funded

    19.291,40 €

  • Funding goal

    30.000 €

  • to go

    17 days

Added value for the environment

The project saves or improves the areas of ...

human

ground, water, air

climate

animals and plants

biodiversity

material and cultural assets

energy and use of resources

Resources used

The resources used are ...

produced sustainably

eco-certified

fair-trade

of regional origin

used efficiently

recycled, upcycled

renewable (e.g. energy)

This self-assessment by the project starter serves as a decision support for the crowd. Not all criteria must be met, but all alternatives should be considered.

Summary

Auf dem Demeterhof in Mainhardt steht ein Generationswechsel an. Damit unser Hof weiterhin bestehen und sich entwickeln kann, brauchen wir einen neuen Traktor für die Landwirtschaft. Hilf mit, diesen schönen Ort für weitere Generationen zu ermöglichen!

Description

Der Demeter-Hof im Riegenhof hat stürmische Zeiten hinter sich.

4 Generationen haben ihn mit Hingabe und viel Arbeit zu dem gemacht, was er heute ist: ein Kleinod voller Potenzial, der Anziehungspunkt für viele Menschen nicht nur aus der Region ist.
Auf saftigen Wiesen grasen gesunde Rinder, die uns mit frischem Fleisch versorgen. Im kleinen Hofladen gibt es eine Vielfalt an regionalen Naturkostprodukten und Brot aus der eigenen Holzofenbäckerei. Der Kräutergarten mit seinem Workshop-Programm lädt zum Schlendern mit allen Sinnen ein und in der Kulturscheune finden Veranstaltungen aller Art samt Catering statt. Zwischen allem summen die Insekten, schnattern die Enten, zwitschern die Vögel, blühen die Obstbäume. Was nach leerem Werbe-Slogan klingt, ist hier tatsächlich noch Realität. Doch auch die ist nun bedroht.

Die Landwirtschaft des Hofs wurde in den letzten Jahren mangels Perspektiven stark zurückgefahren. Die Trennung des Betriebsleiterpaars sorgte für Turbulenzen und nahm dem Hof die wirtschaftliche Grundlage. Nachdem der alte Traktor durch einen Unfall in Brand geraten war, konnten wir uns lange die nötige Technik vom Kollegen im Dorf leihen – doch auch die großzügigste Nachbarschaftshilfe hat ihre Grenzen.
Nun haben sich mit Nico und Sabeth junge Landwirte gefunden, die mit Herz und Hand dem Betrieb zu neuer Blüte verhelfen wollen. Gemeinsam mit der erfahrenen Altbäuerin Doris wollen wir an die vielschichtigen Visionen anknüpfen, die in den letzten Jahrzehnten so liebevoll gewebt und tatkräftig verwirklicht wurden.

Wir glauben an das großartige Potenzial, das im Verknüpfen von altem Wissen und innovativen Ideen liegt.

Damit das klappen kann, stehen einige Investitionen an. Allem voran aber braucht es eines besonders dringend: einen eigenen Traktor. Nicht umsonst ist der Traktor oft das Sinnbild eines Bauernhofs. Nur mit seiner Hilfe können wir großflächig den Boden bearbeiten, aussäen, die Wiesen mähen, Heu machen, Ballen pressen und Futter und Holz transportieren. Ohne Traktor sind wir schlicht nicht wirtschaftsfähig: er bildet die technische Grundlage für die Landwirtschaft und damit für das Herzstück des Hofes.

Unterstütze uns jetzt und mache die bäuerliche Landwirtschaft auf unserem schönen Riegenhof für weitere Generationen möglich!

Ein neuer Traktor ist dafür der erste Schritt.

What is the funded money used for?

30.000 € Traktor

Für 30.000€ können wir uns einen gebrauchten Traktor in der optimalen Größe kaufen, der alles kann, wofür wir ihn brauchen.

Doch der Traktor ist nicht die einzige Investition, die bald getätigt werden muss, um das Überleben des Hofes zu sichern. Die Covid19-Pandemie erschwert uns den Neuanfang zusätzlich mit großen Umsatzeinbußen. Nicht zuletzt deshalb ist es umso wichtiger, die anstehenden Kosten auf verschiedene Schultern zu verteilen und eine gemischte Finanzierung durch Crowdfunding, Kredite und Förderungen zu erreichen.

Wird das Fundingziel von 30.000 nicht erreicht, müssen wir auf Bankkredite und/oder Privatdarlehen zurückgreifen.

Hilf mit, die Landwirtschaft und damit den Hof zu erhalten und ihn wieder aufblühen zu lassen. Nur mit eurer Unterstützung kann das gelingen!

Why is the project an EcoCrowd project?

Die bäuerliche Landwirtschaft muss Zukunft haben!

Etwa 70% der weltweit erzeugten Lebensmitteln werden von kleinbäuerlichen Betrieben hergestellt.
Sie sind damit der Grundstein für eine Balance zwischen unserer Ernährung und Ökologie.
Wir wollen alles geben, damit es bei uns weiterhin duftendes Brot, saftiges Fleisch von unseren Weiderindern, erntefrisches Gemüse und die breite Palette an Naturkostwaren gibt.
Wir wollen unseren Flecken Erde so bewirtschaften, dass wir ihn guten Gewissens an nachfolgende Generationen weitergeben und ihnen eine starke Lebensgrundlage garantieren können.
Wir glauben, dass Naturschutz und Artenvielfalt mit Lebensmittelproduktion Hand in Hand gehen können. Unser Wissen und unsere Erfahrungen hierzu wollen wir vielen Menschen zugänglich machen. Und wir sind guten Mutes, dass der Hof in den kommenden Jahren an die nächste Generation weitergegeben werden kann – was keine Selbstverständlichkeit ist in Zeiten des Höfesterbens.

Hilf uns, einen Beitrag zum Erhalt dieser Lebensgrundlage zu leisten.

Tell us something about yourself.

Wir, das sind Doris, Nico und Sabeth. Im Rücken haben wir einen wunderbar vielseitigen Kreis von Mitarbeiter*innen, Hofbewohner*innen, tatḱräftigen Unterstützer*innen und Wohlgesinnten, die diesen zauberhaften Ort mit uns beleben und gestalten. Und wir freuen uns, wenn dieser Kreis noch größer wird.

Wir glauben, dass es mit Hingabe, Transparenz und Mut möglich ist,eine wirklich gesunde und zukunftsfähige Landwirtschaft zu gestalten.

Auf geht’s also!

We freuen uns auf the future, because ...

wir überzeugt sind, dass wir mit genug guten Ideen und Handwerkszeug ausgestattet sind, um einen respektvolleren Umgang mit der Natur und den Menschen umsetzen zu können.

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Potsdam, DE

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  • Sabeth
    Aktualisierung #3: Ein Traktor für den Riegenhof
    2020-05-24

    03. Juli

    Nach einer kleinen Pause melden wir uns zurück – der erste Heuschnitt ist mithilfe des Traktors unseres Nachbarn eingebracht. Wir sind dankbar für die Unterstützung, doch ist auch klar, dass der Hof für die Zukunft wieder eine eigene Maschinisierung braucht. Dazu mehr in der Beschreibung der Kampagne.

    Wir freuen uns, das alles so gut geklappt hat und können uns jetzt wieder anderen Dingen widmen. Nach wie vor gehen Beiträge für unseren Traktor ein, wofür wir eintausend Mal Danke sagen! Die Kampagne läuft noch knappe drei Wochen – teilt sie noch einmal in euren Netzwerken und helft uns bei unserem Unterfangen, den Hof wieder auf wirtschaftliche Füße zu stellen!

    Sommerzeit – Heuzeit

    Der Sommer ist Heuzeit für uns Bauern. Hier zeigt sich, wie sehr man vom Wetter abhängig ist, wenn man „vom Land lebt“. Sobald das Gras erst einmal geschnitten ist, kommt es auf jeden Tag an. Denn das Wetter kann umschlagen, und Heu muss richtig trocknen, damit es als Ballen gepresst bis zum Winter überdauern kann. Sobald es erst einmal „verregnet“, also wieder nass wird, nachdem es angetrocknet ist, verliert es schnell an Qualität und die Tiere fressen es nicht gern.

    Uns Junglandwirten fehlt es dabei natürlich an Erfahrung mit dem Standort, mit der vorhandenen Technik und auch ganz allgemein. Umso dankbarer sind wir darüber, erfahrene Ansprechpartner zu haben, die uns helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wie aufregend es ist, auf und ab zu fahren und das Heu zu wenden, hoffend, dass das Wetter beständig bleibt! Wie schön es ist, das Heu in langen Reihen in der Landschaft liegen zu sehen. Und wie zufriedenstellend es ist, es dann endlich als Ballen nach Hause unter Dach zu bringen und zu wissen, dass damit ein guter Teil des Wintervorrats gesichert ist.

    Es heißt, Landwirtschaft sei ein sehr arbeitsintensiver Beruf. Wir finden, Landwirtschaft ist ein Lebensstil, bei dem wir oft nur schwer trennen können zwischen Arbeitszeit und sogenannter Freizeit. Was ist es, wenn ich in der Abendsonne meine Kreise ziehe und dabei den Duft des gemähten Grases rieche? Wenn wir die Bullen Sonntags auf ein frisches Stück Weide lassen und sie hüten, während wir in der Sonne im Gras liegen und Kaffee trinken?

    Dieser Momente gibt es zahllose im bäuerlichen Alltag, die diesen Lebensstil für uns so reizvoll machen. Er fordert und gibt sehr viel. Und wir bemerken, dass sich viele Menschen nach dieser nährenden Erfahrung sehnen und möchten sie weiterhin zugänglich machen und teilen.


    Und so soll der Hof weiterhin als Begegnungs- und Erfahrungsort offen sein, und in Zukunft auch der Weitergabe von wertvollem fachlichem Wissen dienen – für die nachfolgenden Generationen. Ihr könnt uns dabei helfen, indem ihr unsere Crowdfunding-Kampagne unterstützt. Jeder Beitrag zählt!

    Braungebrannte Grüße,

    das Team vom Riegenhof

  • Sabeth
    Aktualisierung #2: Ein Traktor für den Riegenhof
    2020-05-24

    08. Juni

    Noch lange keine Halbzeit, und doch nähern wir uns der Hälfte unserer Zielsumme. Wir sind immernoch ganz im Glück von der großen Beteiligung an unserer Kampagne. Das gibt uns Hoffnung, dass eine Landwirtschaft, wie wir sie uns vorstellen gewollt ist. Und es macht uns Mut, als neue Hofbesatzung mit neuen Ideen und Konzepten in die Zukunft zu schauen.

    Es gibt da ein Thema, das uns ganz besonders am Herzen liegt und uns in unserer Arbeit täglich motiviert: Das mit den Kühen und dem Humus. Das ist komplex und gleichzeitig ganz einfach. Wer erfahren möchte, was unsere Kühe mit dem Klima zu tun haben, und warum für uns persönlich die Tiere unbedingt zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft dazugehören, der sollte hier weiterlesen.

    Über die Bedeutung von Grünland

    Artenvielfalt auf der Wiese

    Wir sind mit knapp 30 Hektar Wiesen, Weiden und Streuobstwiesen ein sogenannter Grünlandbetrieb. Dieses Grünland gilt als „Dauergrünland“, das heißt, es darf nicht zu Acker umgepflügt werden. Diese Regelung gilt seit 2013 EU-weit, weil aufgrund der schnelleren Profite sehr viel Grünland zu Acker gemacht wurde. Das hat fatale Nebenwirkungen! Denn Grünland stellt aus mehreren Gründen ein ökologisch höchst wertvolles Element in der Agrar- und Kulturlandschaft dar:

    Grünlandstandorte beherbergen über die Hälfte aller in Deutschland vorkommenden Tier- und Pflanzenarten. Rund 40% aller in Deutschland gefährdeten Farn- und Blütenpflanzen kommen nur im Grünland vor. Viele diese Arten haben sich erst über die Jahrhunderte an die Nutzung durch den Menschen angepasst und entwickelt und sind darauf angewiesen, dass der Mensch diese Flächen bäuerlich bewirtschaftet. Die meisten Arten wären nicht mehr lebensfähig, würde die Nutzung der Grünlandflächen aufhören, würde die Flächen aufgeforstet oder umgepflügt. Dabei macht es einen großen Unterschied, ob die Flächen industriell-intensiv oder bäuerlich bewirtschaftet werden. Artenvielfalt ist dabei viel mehr als nur ein „Luxus“: sie ist ganz wesentlich für ein intaktes und stabiles Ökosystem, da hier alles mit allem zusammenhängt.

    Humus und Resilienz

    Da Grünlandflächen, anders als Ackerland, das ganze Jahr über mit Pflanzen bedeckt und gut durchwurzelt sind, verfügt der Boden dort über besonders hohe Humusgehalte und eine hohe Wasserspeicherkapazität. Damit sind sie ein wichtiger klimaregulierender Aspekt im Ökosystem. Bei hohen Niederschlägen können humusreiche Flächen wie ein Schwamm viel Wasser aufsaugen und speichern. Damit beugen sie Überschwemmungen vor und trocknen bei Dürren nicht so schnell aus. Welche Auswirkungen Grünland und Wälder auf das lokale Wetter haben ist erst ansatzweise erforscht.

    Dauergrünland gilt als Kohlenstoffsenke, da es der Atmosphäre Kohlenstoff entzieht und im Boden als Humus speichert. Dieses Potential kann durch eine intelligente Bewirtschaftung sogar noch gesteigert werden. Darin liegt für uns also eine Antwort auf das Problem Klimawandel: wir müssen die Humusgehalte in unseren Böden effektiv (das heißt: schnell!) steigern, um damit besser an zukünftige Wetterextreme angepasst – also resilient – zu sein.


    Warum sind Kühe dabei so wichtig?

    Rinder wie auch andere Nutztiere sind dabei ein wichtiger Schlüssel. Sie sind Wiederkäuer, das heißt sie können das Gras verdauen, welches durch Sonnenenergie und Kohlenstoff aus der Atmosphäre wächst. Sie fressen es, verdauen es in ihrem komplizierten, wunderbaren Magen-Darm-System und scheiden es als wertvollen Dünger wieder aus. Durch ihre Fraßtätigkeit regen sie die Gräser an, immer mehr Wurzelmasse zu bilden. Diese wird als Humus im Boden gespeichert. Die Rinder tun dies wie nebenbei (sie tun, was Rinder eben so tun) und bleiben dadurch gesund. Damit erweisen sie uns allein durch ihr Dasein einen der wichtigsten ökologischen Dienste überhaupt.

    Dafür sind wir ihnen sehr dankbar und finden, dass wir es ihnen schuldig sind, ihnen ein wesensgemäßes Leben zu ermöglichen. Wir denken, dass wir da schon auf einem guten Weg sind: Unsere Rinder leben mindestens 6 Monate im Jahr auf der Weide. Die Wintermonate, in denen es auf vielen Flächen zu nass ist, sind sie in unserem geräumigen Stall und bekommen bestes Heu aus Wiesengräsern, Klee und Kräutern. Die Kälber bleiben komplett bei ihren Müttern und die Mütter werden nicht künstlich besamt, sondern dürfen den sogenannten „Natursprung“ durch einen unserer prächtigen Bullen genießen. Unsere Wiesen und Weiden sind ganz nebenbei durch ihren vielfältigen Kräuterreichtum auch die beste Apotheke – das zeigt sich an der anhaltenden Gesundheit unserer Tiere, die wir bei den täglichen Streicheleinheiten erleben dürfen. Das macht zufrieden.

    Noch ein Wort zum Methan: es ist wahr, dass Rinder Methan ausscheiden, das ein viel wirksameres Treibhausgas als das CO² ist. Man muss jedoch unterscheiden: werden viele Tiere auf kleiner Fläche in industriellen Größenordnungen gehalten, wobei sie keinen Weideauslauf haben? Oder handelt es sich wie bei uns um eine bäuerliche Haltung, bei der der ökologische Mehrwert den Methanausstoß um Längen kompensiert? Landwirtschaft ist also nicht gleich Landwirtschaft – auf die Art und Weise kommt es an.

    Helft uns, weiterhin einen so wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und diesen Hof für die klimatischen Herausforderungen der Zukunft zu wappnen! Teilt unsere Kampagne und helft uns so, unsere Landwirtschaft weiterzuentwickeln.

    https://www.ecocrowd.de/projekte/ein-traktor-fuer-den-riegenhof/

    Herzliche Grüße,

    das Team vom Riegenhof

  • Sabeth
    Aktualisierung #1: Ein Traktor für den Riegenhof
    2020-05-24

    1. Juni 2020
    Pfingstpost

    Die erste Woche unseres Crowdfundings ist vorüber. Wir sind völlig überwältigt von der positiven Reaktion und der Summe, die in den vergangen 7 Tagen eingegangen ist. Wir haben bereits fast ein Drittel der Gesamtsumme erreicht, und viele der Beiträge sind Spenden, wurden also ohne Auswahl eines Tauschgutes überwiesen. Damit haben wir nicht gerechnet und wir bedanken uns ganz herzlich für die große Anteilnahme und Bereitschaft, unser Vorhaben und die Weiterentwicklung des Hofes zu unterstützen!

    Solidarität

    Gerade in Zeiten wie diesen zeigt sich überdeutlich, wie zerbrechlich Dinge sind, die wir für selbstverständlich halten. Auch an uns im Riegenhof geht die Corona-Krise nicht spurlos vorbei. In unserem Hofladen spüren wir, dass den Menschen noch bewusster wird, wie existenziell wichtig Lebensmittel sind, die uns gesund halten und deren Produktion die Nahrungsgrundlage auch für unsere Kinder und Enkel erhält.
    Vor allem die kleinen Höfe und Familienbetriebe gehen unter dem wachsenden wirtschaftlichen Druck der letzten Jahrzehnte, aber auch der aktuellen Krise in die Knie. Das aufzuhalten geht nur, wenn wir uns solidarisch zeigen mit all denen, deren Existenz bedroht ist – nicht nur jetzt, sondern grundsätzlich.


    Bäuerliche Landwirtschaft

    Die bäuerliche Landwirtschaft bildet zusammen mit vielen anderen sogenannten „systemrelevanten“ Branchen das Rückgrat unserer Gesellschaft. Die Lebensnotwendigkeit dieser Berufe wird vonseiten der Politik allerdings nur selten anerkannt und entsprechend entlohnt und unterstützt. Leider fließen noch immer die meisten landwirtschaftlichen EU-Gelder an Agrarkonzerne, die industrielle Landwirtschaft betreiben. Dabei sind es doch die kleinen Familienbetriebe, die weltweit die meisten Nahrungsmittel produzieren und dabei Arten- und Klimaschutz betreiben, indem sie Humus aufbauen und speichern und Mehrwerte für das Ökosystem Mensch-Tier-Pflanze schaffen. Gerade in Zeiten der Klimaerwärmung schreiten kleine Betriebe oft mit innovativen Praktiken voran, die sich für die Zukunft als besonders widerstandsfähig erweisen.

    Wie nutzen wir Wasser intelligenter? Wie schaffen wir es, mehr Kohlenstoff im Boden zu speichern und damit regulierend auf das Klima zu wirken? Wie nutzen wir die vorhandenen Flächen vielschichtiger, um langfristig möglichst viele Lebewesen davon zu ernähren? Die im Kleinen entwickelten Methoden können als Blaupause für die Modelle dienen, die uns und unsere Nachkommen in Zukunft ernähren.

              
    Die Wahl haben wir alle: wenn wir gemeinsam nicht müde werden zu zeigen, dass die wirklich wichtigen Branchen mehr Unterstützung verdient haben, fördern wir eine Landschaft und Landwirtschaft, wie wir sie in Zukunft sehen und wie wir sie unseren Enkeln hinterlassen wollen.

                      

    In diesem Sinne finden wir es wichtig, dass unsere Kampagne noch mehr Menschen erreicht. Teilt den  Link und unser Video, und erzählt weiter wie wichtig es ist, bäuerliche Betriebe in eurer Nähe zu fördern! Vielleicht gibt es in eurer Region ein unterstützenswertes Projekt?

    https://www.ecocrowd.de/projekte/ein-traktor-fuer-den-riegenhof/

    Mit herzlichen Grüßen,
    das Team vom Riegenhof